Mit Eis überzogene Äste nach Glatteis, Vorstadt-Hinterhof, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Mit Eis überzogene Äste nach Glatteis, Vorstadt-Hinterhof, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-A44D12

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On the image

Irgendwann in den 1960er Jahren tat ein Eisregen das, was jeder Eisregen tut: Er verwandelte einen gewöhnlichen Hinterhofzaun und einen struppigen Strauch in etwas, das ein Hausbesitzer kurzzeitig für schön hielt, bevor er sich daran erinnerte, dass die Einfahrt geschaufelt werden musste. Die Gitterbespannung der Veranda hinter den Ästen ist unter einer etwa anderthalb Zentimeter dicken Eisschicht verschwunden, und die Zweige, die keine Ähnlichkeit mehr mit Zweigen haben, sind zu Glasskulpturen geworden, die ihre eigenen Spiegelbilder halten.

Jemand ging mit einer Kamera nach draußen, bevor die Sonne die Wirkung ruinieren konnte – ein korrekter Instinkt, denn Glatteis fotografiert wunderbar und verhält sich furchtbar. Der Kiefernast im Vordergrund, noch grün und unbeeindruckt, scheint das einzige lebende Wesen im Bild zu sein, das sich vom Wetter nicht persönlich angegriffen gefühlt hat. Innerhalb eines Tages würden Schwerkraft und ein steigender Thermometer die Sache entscheiden, wie sie es immer tun.

Das ist die häusliche Version einer Naturkatastrophe, die Art, die es nie in die Nachrichten schafft, aber zuverlässig einen Ast über das Auto eines Nachbarn bricht. Die Kamera weiß das nicht; sie verzeichnet nur, dass die Äste aussehen, als wären sie in flüssiges Glas getaucht worden, ein paar Stunden bevor sie es nicht mehr waren.

The historian's note

Eisregen dieser Art waren und bleiben eine regelmäßige Wintergefahr in den nördlichen und mittleren Bundesstaaten der United States, verursacht durch Regen, der durch eine Bodenschicht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt und beim Kontakt mit jeder freigelegten Oberfläche gefriert. Wohngebäude mit Gitterbespannungen an Veranden und gemischten Pflanzungen von Nadel- und Laubsträuchern, wie hier zu sehen, waren typisch für die Siedlungsentwicklung in den Jahrzehnten nach dem Krieg.

Heimatfotografie von Sturmschäden und Wetterereignissen war in den 1960er Jahren eine verbreitete Amateurpraxis, da Farbdiafim und preiswerte Kameras es Hausbesitzern leicht machten, Bedingungen für Versicherungszwecke oder einfache Aufzeichnungen zu dokumentieren. Solche Bilder, obwohl selten an einen bestimmten benannten Sturm gebunden, bilden ein dokumentarisches Archiv der alltäglichen Häuslichkeit und regionaler Klimamuster dieser Zeit.

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