Vergoldete ägyptische Figuren in extremer Nahaufnahme, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Vergoldete ägyptische Figuren in extremer Nahaufnahme, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-E5049C

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On the image

Jemand kam mit einem Objektiv sehr nah an ein Stück altägyptischen Goldschmucks heran, nah genug, um die Bearbeitungsspuren eines Goldschmieds zu zählen, der vor dreitausend Jahren arbeitete – in der sicheren Annahme, dass Nähe das Objekt besser erklären würde als Entfernung. Zwei gekrönte Figuren blicken sich über eine Sonnenscheibe hinweg an, Federkronen in der gleichen repetitiven Körnung ausgeführt, die auf königlichem Schmuck weltweit verwendet wurde – was entweder sehr beruhigend oder sehr verdächtig wirkt, je nachdem, wie man zu antiken Handwerkern steht, die nach Mustern arbeiteten.

Die 1960er Jahre waren das Jahrzehnt, in dem ägyptische Schätze ernsthaft in den Westen zu reisen begannen, und Museumsgäste, die eine Stunde Schlange gestanden hatten, um Gold hinter Glas zu sehen, waren nun entschlossen, einen Beweis davon mit nach Hause zu nehmen – Makroobjektiv hin oder her. Das Ergebnis ist eine Nahaufnahmestudie, die jede gravierte Feder und jeden Cloisonné-Schatten erfasst, während sie die eine Information verliert, die ein Schild umsonst hätte liefern können.

Was bleibt, ist selbstsicheres, funkelndes Detail ohne jeden Kontext – was sich als ziemlich genaue Zusammenfassung dessen erweist, wie die meisten Menschen das antike Ägypten in jenem Jahrzehnt erlebten: geblendet vom Gold, unklar über die Dynastie.

The historian's note

Dies ist eine Nahaufnahmestudie eines vergoldeten ägyptischen Ornaments, wahrscheinlich ein Fragment von Zeremonialschmuck wie einem Pektoral oder einer Schreinfront, das gepaarte göttliche oder königliche Figuren zeigt, die die hohe gefiederte Atef-Krone tragen, die mit der Ikonografie des Neuen Reiches verbunden ist (circa 1550 bis 1070 v. Chr.). Gepaarte figurale Symmetrie, die einen zentralen Diskus oder ein Emblem flankiert, ist ein wiederkehrendes Kompositionselement in ägyptischer Bestattungs- und Tempelgoldschmiedearbeit aus dieser Zeit.

Die 1960er Jahre erlebten einen beispiellosen Strom des öffentlichen Zugangs zu solchen Objekten im Westen, angetrieben durch internationale Leihausstellungen ägyptischer königlicher Schätze, die ab Anfang des Jahrzehnts in große Museen zu reisen begannen. Diese Ausstellungen zogen Rekordbesuche und eine große Menge an nahbereichs-Besucherdokumentation von Goldobjekten, die zuvor nur in Fachpublikationen gesehen worden waren.

Das spezifische Objekt und die Sammlung sind hier nicht allein aus der Rahmung identifizierbar, aber der Stil und das Material ordnen es fest in die Goldschmiedetradition des Neuen Reiches ein und nicht in eine moderne Reproduktion.

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