Familienausflug in einer Tagebaugrube, American South, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Familienausflug in einer Tagebaugrube, American South, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-F8EF41

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On the image

Neun Menschen stehen auf dem Grund einer ausgebeuteten Tagebaugrube, als hätten sie die Mondoberfläche betreten und warteten darauf, dass jemand eine Flagge pflanzt. Die rosa-orangefarbenen Haldenrücken erheben sich rings um sie in den sauberen Kegeln, die Schaufelradbagger hinterlassen – ein Beweis dafür, dass die Rekultivierungsgesetze in den 1960er Jahren noch nicht Schritt mit der Idee gehalten hatten, dass eine einmal ausgebeutete Landschaft wieder hergestellt werden sollte.

Ein Mann hat sein Hemd ganz abgelegt, das universale Zeichen dafür, dass dies ein angenehmer Nachmittag sein sollte und nicht ein Geologievortrag. Die übrigen stehen in Kirchenpiknick-Kleidung herum, ein kleiner Junge einbezogen, alle schauen auf etwas im Sand, das die Kamera nicht ganz erklärt – wahrscheinlich ein Fossil, ein Haizahn oder einfach ein Loch, das es wert ist, darauf hinzuweisen. Kaolin- und Phosphatland im ganzen Südosten war von solchen Gruben durchlöchert, und die Einheimischen behandelten die Mondlandschaft weniger als Umweltnarbe denn als kostenlose Sonntagsunterhaltung.

Niemand hier scheint gestört zu sein, dass die Bäume in der Ferne markieren, wo der eigentliche Boden einmal war. So wurde damals einfach Bergbau betrieben: graben, aufhäufen, weitermachen und die Nachbarn das Übriggebliebene als Picknickplatz nutzen lassen.

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