Kalksteinbruch mit wassergefüllter Grube, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Kalksteinbruch mit wassergefüllter Grube, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-89CD53

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On the image

Der Kalksteinbetrieb hat für den Tag eingestellt und die Geometrie des Abbaus zurückgelassen: weiße Abraumhalden, erodierte Böschungen und ein Becken in der Farbe von Schwimmbadwasser, wo Grundwasser in die ausgebeutete Grube eingesickert ist. Die umliegende Landschaft besteht aus Buschwerk und dünnem Baumbestand, jener Art Land, das abgebaut wird, weil es bereits als für die Landwirtschaft wertlos eingestuft wurde. Auf dem gegenüberliegenden Ufer steht eine Gestalt, klein genug, um das Ausmaß des Lochs anzudeuten, was der eigentliche Zweck der Aufnahme ist—zu zeigen, wie ein paar Jahre Graben am Ende aussehen. Das blaue Wasser ist auf eine Weise schön, die die Eigentümer wohl nicht beabsichtigt haben, und die ordentliche Schichtung der Böschungen legt nahe, dass jemand glaubte, dies ließe sich geordnet gestalten. Das ließ es sich nicht.

Das ist es, was die 1950er Jahre an Orten hinterlassen haben, wo man so schnell, wie die Wirtschaft es verlangte, Autobahnen, Parkplätze und neue Wohnviertel bauen musste. Die Grube wird entweder aufgegeben oder zu einem Badeloch oder zu einer Gefahrenstelle umfunktioniert. So oder so wurde das Land nach einem Plan neu geordnet, der genau für ein Jahrzehnt Sinn ergab.

The historian's note

Der Kalksteinabbau in den Vereinigten Staaten expandierte nach dem Zweiten Weltkrieg dramatisch, um Beton und Schotter für das Interstate-Highway-System, Parkplatzinfrastruktur und Vorstadtentwicklung zu liefern. In den 1950er Jahren waren aktive Abbaubetriebe ein regelmäßiges Merkmal der amerikanischen Landschaft geworden, besonders in Regionen mit zugänglicher Karbonatgeologie. Abbaustätten dieser Art wurden typischerweise mit mechanischen Schürfkübelbaggern und Frontladern bis in geringe Tiefe bearbeitet, wobei die charakteristischen wassergefüllten Gruben zurückblieben, die hier sichtbar werden, wenn der Betrieb eingestellt wurde oder der Grundwasserspiegel den Grubenboden erreichte. Die Stätte zeigt Anzeichen von Oberflächenabtrag und der Anhäufung von Abraum, gängige Praxis bei Kalksteinbetrieben jener Zeit. Solche Stätten wurden oft ohne formelle Rekultivierung belassen und wurden entweder zu natürlichen Gefahrenstellen oder gelegentlich zu informellen Freizeitnutzungen in den umliegenden Gemeinden.

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