Onyx- und Metallschachspiel, 1970er Jahre — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
Depth is precomputed and interpretive — the scene falls back to the flat image where a browser can't render it.

Onyx- und Metallschachspiel, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-7CDA12

The Archivist
Ask about this image
Archivist
Sign in to ask the Archivist about this image.
Step into the scene
Off by default. Turning it on lets the image respond to your cursor with a shallow sense of depth, rebuilt from a depth map computed when the image was catalogued. It is an interpretation for looking, not a measured 3D model — and it falls back to the flat image where the browser can't render it.

On the image

Ein Dekorationsschachspiel aus poliertem Stein und metallischen Figuren ruht auf einem Hochflor-Teppich und wartet geduldig auf seinen großen Auftritt. In den 1970er Jahren hatte der Besitz eines solchen Spiels weniger mit intellektueller Strenge zu tun als vielmehr damit, zu signalisieren, dass man es besaß.

Jede Figur steht exakt auf ihrem Ausgangsfeld, was entweder auf ein unvollendetes Spiel hinweist, das seinen Anfangszustand irgendwie bewahrt hat, oder auf die bewusste Entscheidung, die ästhetische Perfektion zu erhalten. Die gold- und silberfarbenen Figuren spiegeln die Vorliebe der Epoche für einen Hauch wahrgenommener Opulenz in alltäglichen Objekten wider.

Dieses besondere Modell vereint die erdigen, dunklen Töne der Epochendekoration mit dem Anspruch auf anspruchsvolle Freizeit. Es verspricht stillschweigend Stunden strategischen Denkens, hauptsächlich für die Staubflusen, die sich schließlich um seine Basis sammeln werden.

The historian's note

Dieses Bild zeigt ein Dekorationsschachspiel, das wahrscheinlich aus Onyx oder einem ähnlichen Bänder-Kalkstein gefertigt ist und metallische Schachfiguren aufweist. Solche Spiele waren in den 1970er Jahren ein beliebtes Wohnaccessoire, das das gestiegene öffentliche Interesse an Schach sowohl als Freizeitbeschäftigung als auch als Symbol für intellektuelle Auseinandersetzung widerspiegelt.

Die globale Sichtbarkeit und Popularität von Schach stieg in den frühen 1970er Jahren erheblich an, insbesondere nach dem Weltschachmeisterschaftsmatch zwischen Bobby Fischer und Boris Spassky 1972. Dieses Kulturphänomen, oft als "Fischer boom" bezeichnet, führte zu einem Anstieg der Verkäufe von Schachbrettern und Figuren, die von praktischen Kunststoffsätzen bis zu aufwendigen, ornamentalen Versionen reichten.

Diese Dekorationsspiele wurden häufig prominent in Wohnräumen ausgestellt, manchmal in ihrer Ausgangsaufstellung belassen als Teil der Raumästhetik, anstatt sie für aktives Spiel zu nutzen. Sie verkörperten ein gewisses kleinbürgerliches Streben nach anspruchsvollen Hobbys und stilvoller Wohnungseinrichtung, charakteristisch für das Jahrzehnt.

Subjects & keywords — each links to a search

From the community

Identifications, corrections, and discussion from readers — reviewed by a librarian before appearing here.

Sign in to add an identification, correction, or comment.

No notes yet — be the first to add what you know about this image.

Archive & Atlas — The Archive AA-2026-7CDA12 · jpg · Open