Drei Touristinnen vor dem Mount Fuji, Japan, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Mount Fuji, Japan

Drei Touristinnen vor dem Mount Fuji, Japan, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-925F02

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On the image

Jemand hat diesen drei Frauen gesagt, dass dies die Stelle sei, die Haltebucht, an der der Bus hält und sich der Berg bereitwillig hinter dem Kopf aufstellt, und sie haben sich entsprechend arrangiert. Mount Fuji tut genau das, wofür er berühmt ist: dort sitzen, vollkommen symmetrisch und leicht diesig, was der einzige Trick ist, den ein Vulkan beherrschen muss, um ein Jahrhundert lang Touristenattraktion zu bleiben.

Die Wollmäntel und die Handschuhe sprechen für November oder etwa diese Zeit, und der unter dem Kinn geknotete Schal verrät, dass mindestens eine von ihnen einen Zeitschriftenartikel darüber gelesen hatte, wie man sich im Ausland kleidet. Ihr Lächeln hat jene besondere Starrheit von Menschen, denen gesagt wurde, sie sollten stillhalten, während jemand außerhalb des Bildes die kleine Klappkamera bediente, die der eigentliche Zweck der Reise war. Fuji-san hat für genau dieses Foto mehrere Millionen Mal posiert und sich noch nie über die Komposition beschwert.

Reisen bedeutete in diesem Jahrzehnt eine begrenzte Anzahl von Aufnahmen und ein unbegrenztes Vertrauen darauf, dass der Anblick es noch wert sein würde, wenn die Dias aus der Entwicklung zurückkämen. Das war er meistens auch.

The historian's note

Mount Fuji, ein aktiver Stratovulkan etwa 100 Kilometer südwestlich von Tokyo, ist seit mindestens der Edo-Zeit ein fester Bestandteil japanischer Reiserouten, sowohl für einheimische Pilger als auch für ausländische Besucher, und war in den 1950er Jahren ein Standardhalt für die amerikanischen Soldaten, Diplomaten und zivilen Bediensteten, die damals im besetzten und Nachkriegsjapan stationiert waren. Aussichtspunkte entlang von Strecken wie der Hakone- oder der Fuji-Five-Lakes-Straße waren gerade deshalb beliebt, weil sie ein ungehindertes, kamerataugliches Profil des Berges boten.

Die Anwesenheit westlicher Frauen in schweren Wollmänteln und Nachkriegskleidung amerikanischen Stils, informell vor dieser Kulisse fotografiert, passt zu der Welle von Reisen amerikanischer Militärfamilien und zivilen Personals während der alliierten Besatzung und der unmittelbaren Nachkriegszeit, als die Farbdia-Fotografie für Amateurreisende zunehmend zugänglich wurde.

Solche Bilder, die von Touristen und Militärfamilien jener Zeit in großer Zahl produziert wurden, dienen heute als alltägliches dokumentarisches Zeugnis des amerikanischen Engagements in Japan Mitte des Jahrhunderts sowie der zeitgenössischen Kleidung, Reisegewohnheiten und fotografischen Praxis.

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