Sackträger an einer Flussmarkt-Anlegestelle, Mekong-Delta, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Sackträger an einer Flussmarkt-Anlegestelle, Mekong-Delta, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-4B9C37

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On the image

Der Mann, der über die Schlammfläche geht, hat sich den Sack mit genau jener Haltung auf den Schädel gelegt, die jemand hat, der dies zehntausendmal getan hat und noch zehntausendmal mehr zu tun gedenkt, eine Hand stützt das Gewicht, die andere ist frei zum Gleichgewichthalten, Sandalen leisten die Arbeit, die Schuhe auf diesem Terrain nie leisten könnten. Er beeilt sich nicht. In der Flussökonomie des Mekong-Deltas der 1960er Jahre war der menschliche Rücken noch immer die billigste und zuverlässigste Verbindung zwischen Boot und Schuppen, und keine Menge an Mechanisierung anderswo auf der Welt hatte es bislang lohnend gemacht, diese Rechnung hier zu ändern.

Hinter ihm geht der Handel ohne Umstände weiter: Boote, bis zur Reling mit grünen Bananen beladen, liegen träge am Ufer, Männer waten, heben und stapeln, und eine Frau hockt auf dem Kotflügel eines Lastwagens und beobachtet alles mit jener besonderen Geduld dessen, dem man gesagt hat zu warten, und der es aufgegeben hat, sich daran zu stören. Das zweistöckige Hausboot, das mitten im Bild vertäut liegt, komplett mit eigener kleiner Veranda, lässt auf Familien schließen, die auf diesem Wasser so selbstverständlich lebten wie andere auf einer Straße. Niemand hier posiert für irgendetwas; die Kamera ist schlicht das einzige fremde Objekt in einem Handel, der so alt ist wie der Fluss selbst.

Was das Bild bewahrt, meist eher zufällig, ist ein Arbeitssystem, das auf Schultern und Seil lief statt auf Diesel und Hydraulik, genau in dem Moment, in dem die Geschichte anderswo damit beschäftigt war, den Schiffscontainer zu erfinden, der diese besondere Fertigkeit überflüssig machen würde.

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