Wanderer überqueren einen vulkanischen Aschenhang, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Volcanic slope, likely Mediterranean or Atlantic volcanic region

Wanderer überqueren einen vulkanischen Aschenhang, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-E5FA41

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On the image

Vier Personen überqueren einen Hang aus dunklem vulkanischem Schlacke, als handele es sich um einen Kiesweg in einem Stadtpark – ein Beleg dafür, wie sorglos Reisende des mittleren 20. Jahrhunderts einen aktiven Vulkan behandelten. Strickjacken, Loafer und eine Frau, die offenbar ein Kind oder einen zusammengerollten Mantel trug, galten als ausreichende Vorbereitung zum Betreten von Gelände, das einst aus Lava bestand.

Die Büsche, die an dem Hang hinter ihnen haften, sind die einzige Zugeständnis daran, dass dieser Boden irgendwann aufhört, lebensfeindlich zu sein, und wieder Leben trägt – wenn man nur Jahrhunderte wartet. Niemand hier scheint in solchen Zeiträumen zu denken. Sie denken ans Mittagessen und daran, in einen Krater zu blicken, der hinter der nächsten Erhebung liegen könnte, denn in den 1960er Jahren war ein Vulkan einfach ein landschaftlich reizvoller Aussichtspunkt, der gelegentlich aktiv wurde.

Es gibt kein Seil, kein Warnschild, keine Ranger-Station in Sicht – nur das Selbstvertrauen von Menschen, die annahmen, der Berg habe sein Ärgerstes für diesen Tag bereits getan.

The historian's note

In den 1960er Jahren waren Führungsanstiege auf aktive oder ruhende Vulkane in den Mittelmeer- und Makaronesien-Regionen zu einem etablierten Bestandteil des Massentourismus geworden, wobei Veranstalter kleine Gruppen zu Fuß über Asche- und Schlackenhänge zu Kraterkanten oder Fumarolfeldern führten. Solche Ausflüge erforderten keine spezialisierte Ausrüstung oder Genehmigungen und spiegelten sowohl geringere Aufsichtsstrukturen der Epoche als auch allgemeines öffentliches Vertrauen in die Ruhe von Vulkanen wider – ein Vertrauen, das spätere Eruptionen erschüttern würden.

Der dunkle, locker verdichtete Untergrund und die spärliche Pionierbewegung des Strauchwuchses hier sind charakteristisch für einen Hang, der aus relativ jungen vulkanischen Ablagerungen besteht, wo sich Vegetation langsam entlang von Entwässerungslinien und stabileren Bodentaschen etabliert. Fotografien dieser Art, aufgenommen von Touristen anstatt von Wissenschaftlern, dienen nun als beiläufige Aufzeichnungen der Hangegetation und Landnutzung an einem bestimmten Punkt in einem Vulkans Regenerationszyklus.

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