Granitbruchkante mit Schneidflammenrauch, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Granitbruchkante mit Schneidflammenrauch, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-0A3C0F

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On the image

Jemand in dieser Grube hatte den Morgen damit verbracht, Felsgestein davon zu überzeugen, dass es ein Rechteck sein wollte. Die Methode war Hitze, nicht Sprengstoff: eine Schneidflamme, die entlang der Kluft geführt wurde, bis der Stein in langen geraden Schnitten nachgab, der weiße Rauch, der vom Boden aufstieg, war der sichtbare Beweis dafür, dass ein Mann mit einer Flamme und genug Überzeugung mehrere hundert Millionen Jahre Geologie überwinden konnte.

Die terrassierten Wände hinter ihm sind das Archiv des Bruchs, jede Sohle eine Aufzeichnung darüber, wie tief das gute Gestein reichte, bevor die Mannschaft hinunterstieg, um von vorne zu beginnen. Ein kleiner Derrickkran wartete am Rand auf seinen Einsatz, denn das Loslösen des Gesteins durch Hitze war nur der erste Schritt; jemand musste die Blöcke noch herausholen, ohne mehrere Tonnen Granit auf den Mann fallen zu lassen, der sie geschnitten hatte.

Auf dem Boden lag eine Ansammlung alter Autoreifen und Handwerkzeuge dort, wo sie zuletzt von Nutzen waren, wobei Brucharbeit eines der wenigen Handwerke ist, in dem ein abgenutzter Lastwagennreifen als legitimes Werkzeug zählt. Niemand in der Steinbruchregion der 1960er Jahre erwartete, dass die Stätte ordentlich aussehen würde. Man erwartete, dass sie weiterhin Blöcke produzierten, was sie, Rauch hin oder her, eindeutig noch tat.

The historian's note

Der Tagebau für Natursteindimensionen dieser Art, das Schneiden von Bausteinen aus Granit oder Marmor in Treppenstaffeln, war im gesamten 20. Jahrhundert in den Steinbruchregionen der Vereinigten Staaten bis zur Mitte des Jahrhunderts gängige Praxis. Die sichtbare Rauchwolke, die vom Bruchboden aufsteigt, ist charakteristisch für Schneidbrenner, eine Technik, die in den frühen 1900er Jahren eingeführt wurde und in den 1960er Jahren noch häufig verwendet wurde, um gerade Kanäle in hartem magmatischem Gestein zu schneiden, ohne das Risiko von Sprengstoff.

Der Derrickkran am Rand der Grube spiegelt die standardisierte Gewinnungsabfolge dieser Zeit wider: Den Block durch Hitze oder Damantdrahtsäge frei schneiden, ihn mit Keilen ablösen und ihn dann mit Seil- und Auslegerkulissen herausheben, bevor er zu einer Verarbeitungsmühle gefahren wird. Terrassierte Bruchkanten wie die hier gezeigten dokumentieren Jahrzehnte nachfolgender Gewinnung, jede Sohle markiert eine Saison oder ein Jahr abgebauten Gesteins.

Stätten dieser Art lieferten Granit und Marmor für Denkmäler, Bordsteinkanten und Verblendungen bis weit in den Nachkriegsbauboom hinein, und viele betrieben mit weitgehend unveränderten Ausrüstungen und Methoden vom frühen 20. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre.

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