Zwei Männer inspizieren einen Steinbruchfelsen, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Zwei Männer inspizieren einen Steinbruchfelsen, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-A19996

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On the image

Zwei Männer hocken am Fuß einer frisch gespaltenen Felswand und studieren die geschichteten Schichten wie Männer, die einem gebrauchten Automotor misstrauen. Der eine trägt eine rote Kappe gegen den Staub, der andere ein helles Hemd, das bereits am Kragen ergraut ist, und beide haben die Reglosigkeit von Menschen, denen man gesagt hat, sie sollen auf jemanden mit mehr Autorität warten.

Ein Metallrohr verläuft die ganze Länge der Felswand über ihnen hinweg und schlängelt sich von der Kuppe herab wie das einzige Teil des Betriebs, das durchdacht worden war. In einem Steinbruch oder Tagebau der Mitte des 20. Jahrhunderts führte diese Leitung höchstwahrscheinlich Wasser zur Staubbekämpfung oder Druckluft für die Bohrer – unglamouröse Rohrleitungen, die es Männern erlaubten, so zu tun, als kooperiere der Berg.

Niemand im Bild wirkt beeindruckt von der Dimension des Einschnitts. Das war auch damals Standard: Ausgrabungen dieser Größenordnung wurden als Routinearbeit behandelt, nicht als Spektakel, und die beiden Männer, die die Felswand studieren, machen ihre Arbeit mit derselben flachen Aufmerksamkeit, die sie einem Zaun entgegenbringen würden, der Reparaturen brauchte.

The historian's note

Diese Szene dokumentiert Tagebau-Abbau der Mitte des 20. Jahrhunderts – entweder Steinbruchbau oder frühe Bergbautätigkeit – an einem Ort, dessen Lage sich aus dem Bild allein nicht bestätigen lässt. Die sichtbaren geschichteten Ablagerungen in der abgebauten Felswand deuten darauf hin, dass die Ausgrabung eine geschichtete Formation durchschnitt, die sowohl in Steinbrüchen als auch in flachen Mineralabbaugebieten der Epoche üblich war.

Die Rohrleitung, die die abgebaute Böschung hinabläuft, spiegelt Standard-Bergbau-Infrastruktur der Mitte des 20. Jahrhunderts wider: Druckwasserleitungen wurden zur Staubbekämpfung und zum Kühlen von Bohrgeräten verwendet, während Druckluftrohre pneumatische Felsbohrhämmer antrieben, bevor Diesel- und Elektrogeräte in kleineren Betrieben verbreitet wurden. Solche improvisierten, freigelegten Rohrleitungen waren typisch für Bergbau- und Steinbruchstätten in Entwicklungsländern und ländlichen Gebieten bis in die 1960er Jahre, wo Kapitalinvestitionen in geschlossene Infrastruktur begrenzt waren.

Die Anwesenheit von zwei Männern, die an der Basis eines aktiven Einschnitts arbeiten, ohne erkennbare Schutzausrüstung über grundlegende Kleidung hinaus, entspricht den Arbeitspraktiken der Zeit, als die Sicherheitsvorschriften in der Rohstoffgewinnungsindustrie außerhalb großer Industrienationen minimal bis nicht vorhanden waren.

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