Verlassene Bergbau-Flümen in Trockenlandschaft, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Verlassene Bergbau-Flümen in Trockenlandschaft, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-9614B8

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On the image

Menschen errichteten einst diese aufwendigen Holzkonstruktionen, überzeugt, dass unermesslicher Reichtum nur ein wenig Wasser und ein paar Schaufelschläge entfernt war. Der bloße Aufwand deutet auf einen festen Glauben an eine Zukunft hin, in der sie sehr, sehr wohlhabend sein würden.

Nun, in den 1970er Jahren, sind dies schlicht verfallende Holzbretter in einer vergessenen Ecke der Wüste – ein Beweis dafür, was geschieht, wenn Optimismus auf Geologie trifft. Die großartigen Pläne zur Wertextraktion sind längst verflogen.

Die Landschaft unterdessen verrichtet ihre langsame, gleichgültige Arbeit und verschlingt nach und nach alle Spuren menschlicher ehrgeiziger und letztlich vergänglicher Unternehmungen.

The historian's note

Diese Strukturen sind Überreste von Holzflümen oder Sluice Boxes, üblicher Ausrüstung bei Seifenbergbauoperationen. Flümen transportierten Wasser von einer entfernten Quelle zur Bergbaustelle, während Sluice Boxes das fließende Wasser nutzten, um durch Schwerkraft schwere Mineralien wie Gold von leichteren Sedimenten zu trennen.

Solche Systeme waren während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts integraler Bestandteil des Großbergbaus, besonders in Trockenregionen, wo Wasser knapp, aber für die Erzaufbereitung unverzichtbar war. Ihr verlassener Zustand in den 1970er Jahren spiegelt den Rückgang dieser spezifischen Bergbaumethoden und die Erschöpfung zugänglicher Lagerstätten in vielen Gebieten wider.

Der Verfall des Holzes ist typisch für Materialien, die in trockenen Klimazonen den Elementen ausgesetzt sind, wo langsame Zersetzung Strukturen Jahrzehnte nach Ende ihrer aktiven Nutzung als Ruinen erhalten lässt.

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