Geologenhammer neben versteinertem Holz, amerikanischer Südwesten, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Geologenhammer neben versteinertem Holz, amerikanischer Südwesten, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-D1DD62

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On the image

Jemand hat einen Geologenhammer im Geröll abgelegt, wie ein Lineal neben einem Fundstück – was er im Grunde auch ist: die Standardeinheit zur Maßstabsbestimmung für jeden Amateurgeologen, der je beweisen wollte, dass ein Fund echt war und nicht nur ein Stein, für den er sich ohne triftigen Grund begeisterte. Das gebänderte, holzartig wirkende Stück, halb im Geröll vergraben, ist mit ziemlicher Sicherheit versteinertes Holz – ein Baum, der vor Millionen Jahren seine Zellulose gegen Silikat eingetauscht hat und nie die Mitteilung erhielt, dass er eigentlich verrotten sollte.

In den 1950er Jahren war dies ein respektables Wochenendhobby, keine Marotte. Familien fuhren mit Hammer, Segeltuchbeutel und der festen Überzeugung in die Wüstenläufe hinaus, dass ein Stück fossilisierter Baumstamm auf dem Kaminsims besser aufgehoben sei als an dem Ort, an dem es die letzten mehreren geologischen Epochen verbracht hatte. Der lederumwickelte Griff des Hammers hat sichtlich echte Arbeit geleistet, was verrät, dass es sich hier nicht um die Souvenirjagd eines Touristen handelte, sondern um jemanden, der das Hobby – und den Stein – ernst nahm.

Im Bild erscheint keine Person, was seine eigene kleine Aussage ist: Der Sammler vertraute darauf, dass der Hammer für sich spricht, im Vertrauen darauf, dass jeder, der das Bild später betrachtet, sofort verstehen würde, was fünfzehn Zentimeter Werkzeuglänge neben einem Stein beweisen sollten.

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