Bodenprobengrabung mit nummerierten Etiketten, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Bodenprobengrabung mit nummerierten Etiketten, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-7E3481

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On the image

Jemand hatte eine saubere senkrechte Fläche in diesen Hang geschnitten und tat dann das, was Feldwissenschaftler der 1960er Jahre am besten konnten: Sie verwandelten rohe Erde in Daten. Zwei kleine Papieretiketten, jedes mit einer Ziffernfolge, die für denjenigen, der sie schrieb, alles bedeutete und für sonst niemanden etwas, hängen nun gegen die freigelegten Schichten wie winzige bürokratische Fahnen, gepflanzt auf einer sehr langsam voranschreitenden Grenze.

Die Nummern auf den Etiketten versprechen Präzision, eine Tiefe, eine Gitterreferenz, eine Probennummer, genau die Art von Genauigkeit, die einen Bericht fertig aussehen lässt, selbst wenn der Untergrund selbst hartnäckig mehrdeutig bleibt. Gras und lockere Steine belagern immer noch die Oberkante des Schnitts, unbeeindruckt davon, dass unterhalb eine stratigraphische Abfolge in ein Archivsystem umgewandelt wird.

Niemand auf diesem Bild posiert, was der Verrat ist, dass das eigentliche Subjekt niemals eine Person war. Es war die Grabung, und die Etiketten, und der stille Glaube, dass man eine Bodenschicht, wenn man sie richtig beschriftet, im Grunde erklärt hat.

The historian's note

Das Bild dokumentiert eine Boden- oder archäologische Grabung, eine gängige Methode, die ab der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts verwendet wurde, um Untergrundschichten für geologische oder archäologische Untersuchungen freizulegen und zu erfassen. Die kleinen Schilder, die an der Grabungswand befestigt sind, sind Probenbeschriftungsetiketten, die dazu dienten, die sichtbaren Bodenhorizonte mit Laboranalysen oder separat am Fundort aufbewahrten Katalogaufzeichnungen zu korrelieren.

Solche Grabungen wurden entweder für wissenschaftliche Probenahmen, Straßen- oder Baubeurteilungen oder archäologische Sondierungen durchgeführt, wobei die nummerierten Etiketten als bewährtes, aber zuverlässiges Querverweis-System vor der Ära digitaler Feldaufzeichnungen dienten. Der freigelegte Schnitt zeigt unterschiedliche Bodenhorizonte und eingelagerte Steine, typisch für die Art von Profilen, die aufgezeichnet wurden, um Abfolge, Tiefe und Zusammensetzung an einem bestimmten Ort zu ermitteln.

Kein spezifischer Standort, keine Institution oder kein Projekt lässt sich aus den verfügbaren Belegen identifizieren, daher kann die Grabung nicht mit Sicherheit einer benannten Ausgrabung oder Untersuchung zugeordnet werden.

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