Zwei Touristinnen betrachten die Pyramid of the Moon, Teotihuacan, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Teotihuacan, Mexico

Zwei Touristinnen betrachten die Pyramid of the Moon, Teotihuacan, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-45316F

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On the image

Zwei Frauen in praktischen dunklen Mänteln stehen am Rande der Pyramid of the Sun und blicken nach Norden über die Avenue of the Dead auf die kleinere Pyramid of the Moon – genau das, was gut gereiste Menschen in den 1960er Jahren taten, wenn ein Mexiko-Urlaub ein Mietauto, einen Reiseführer und eine Pilgerfahrt zu Ruinen bedeutete, von denen niemand in der Heimat je gehört hatte.

Eine hat ihre Hände in die Hüften gestemmt – die universelle Haltung von jemandem, der privat überlegt, ob der Abstieg schlimmer sein wird als der Aufstieg, der bereits hinter einem liegt. Die andere hält eine Tasche und einen aufgerollten Gegenstand fest – das Standard-Reisegepäck der Epoche, bevor es Daypacks gab, um die Sache zu erleichtern. Unter ihnen liegen die ausgegrabenen Plätze ordentlich und gemäht vor, die Restaurierung hat tausend Jahre Verfall längst in etwas geglättet, auf dem eine Person in flachen Absätzen sicher stehen kann.

Keine der beiden Frauen scheint sich bewusst zu sein, dass der Vulkanstein unter ihren Füßen selbst ein Denkmal ist – die Pyramid of the Sun, die drittgrößte Pyramide der Erde nach Grundfläche, errichtet, damit eine Zivilisation den Himmel beobachten und beobachtet werden konnte. Sie kamen für die Aussicht. Die Aussicht war mit etwas mehr Geschichte behaftet, als die Postkarte erwähnte.

The historian's note

Teotihuacan, ungefähr fünfzig Kilometer nordöstlich von Mexico City, war eine der größten Städte der präkolumbianischen Amerikas und blühte zwischen etwa 100 v. Chr. und 550 n. Chr. mit einer Bevölkerung, die in ihrer Blütezeit auf über 100.000 geschätzt wird. Die Identität seiner Erbauer bleibt umstritten, da die Zivilisation den Azteken vorausging, die die Stadt bereits verlassen vorfanden und ihre Strukturen – darunter die hier sichtbaren Pyramid of the Sun und Pyramid of the Moon – Jahrhunderte nach ihrer Errichtung benannten.

Die systematische Ausgrabung und Restaurierung der Stätte begann im frühen zwanzigsten Jahrhundert und setzte sich bis zur Mitte des Jahrhunderts fort, wobei eine teilweise vergrabene Ruine in einen zugänglichen archäologischen Park umgewandelt wurde. In den 1960er Jahren war die Stätte ein etablierter Haltepunkt für internationalen Tourismus in Mexiko, auf der Straße von der Hauptstadt erreichbar und zunehmend in Reiseführern und Reiseplänen der Zeit beworben.

Die Avenue of the Dead, die zeremonialen Kausalität, die sichtbar zur Pyramid of the Moon führt, verbindet die Hauptstrukturen der Stätte und bleibt die organisatorische Achse der archäologischen Zone. Teotihuacan wurde 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

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