Caldera-Landschaft mit Schlackenkegeln, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Interior West volcanic field

Caldera-Landschaft mit Schlackenkegeln, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-478D08

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On the image

Der Geologieunterricht ging davon aus, dass Studierende vulkanische Formationen anhand von Diagrammen in einem Lehrbuch verstehen würden, doch jemand entschied sich in den 1950er Jahren für die bessere Methode: hinaus in die Hochwüste zu fahren und die Kamera auf die Sache selbst zu richten. So sieht diese Entscheidung aus—eine Weite aus Asche und Schlacke unter einem gnadenlos klaren Himmel, der Kegel im Vordergrund blass und geometrisch wie ein gescheitertes Experiment, die größere Kuppel dahinter ebenso gleichgültig dagegen, ob jemand zusah. Der Beifuß im Vordergrund hat sich mit seiner Lage bereits abgefunden; die schneebedeckten Gebirgszüge am Horizont markieren schlicht, wo die Höhenlage endet.

Worauf es dem Fotografen ankam, war ein Beweis—eine Aufzeichnung dessen, was die Erde hier getan hatte, die Schichtung und Struktur, die belegte, dass sich etwas Gewaltsames ereignet hatte und dann zur Ruhe gekommen war. Für einen Wissenschaftler oder Pädagogen war dies ein Dokument. Für einen Touristen, der auf dem Weg irgendwohin anders die Beine vertrat, war es lediglich eine gewöhnliche Montagslandschaft, die zufällig aus Feuer entstanden war. Die Kamera verweilte lange genug dabei, um zu zeigen, dass Geologie keine Dramatik kennt, nur Zeit und die langsame Gleichgültigkeit des Gesteins.

The historian's note

Es handelt sich um eine Caldera oder ein Vulkanfeld in der Hochwüste des kontinentalen Westens, vermutlich in Oregon, Nordkalifornien oder der Region des Snake-River-Plains in Idaho oder Ost-Oregon, aufgenommen bei Tageslicht mit Farbdiafilm, wie er für geologische oder pädagogische Vermessungsarbeiten der Mitte der 1950er Jahre typisch war. Die Schlackenkegel, Aschefelder und geschichteten vulkanischen Ablagerungen sind charakteristisch für den quartären Vulkanismus dieser Region. Die am Horizont sichtbaren schneebedeckten Gebirgszüge deuten auf einen erhöhten Standpunkt in einer semiariden Zone hin, vereinbar mit dem Modoc-Plateau oder ähnlichem Gelände. Solche Landschaften wurden in der Nachkriegszeit zu Standardmotiven sowohl akademischer geologischer Dokumentation als auch des Erholungstourismus, da verbesserte Straßenanbindung und Farbfotografie den kontinentalen Westen sowohl visuell als auch logistisch für Institutionen und Reisende gleichermaßen zugänglich machten.

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