Zwei Schwäne auf einem Teich, 1950er Jahre — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
Depth is precomputed and interpretive — the scene falls back to the flat image where a browser can't render it.

Zwei Schwäne auf einem Teich, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-08673B

The Archivist
Ask about this image
Archivist
Sign in to ask the Archivist about this image.
Step into the scene
Off by default. Turning it on lets the image respond to your cursor with a shallow sense of depth, rebuilt from a depth map computed when the image was catalogued. It is an interpretation for looking, not a measured 3D model — and it falls back to the flat image where the browser can't render it.

On the image

Zwei weiße Schwäne bevölkern einen flachen Teich mit dem bedachten Abstand von Geschöpfen, die sich stillschweigend darauf geeinigt haben, einander zu ignorieren. Der linke zieht eine Welle, die sich in vollkommenen konzentrischen Kreisen ausbreitet, eine physikalische Vorführung, um die niemand gebeten hat. Der rechte treibt im Profil, wachsam und leicht pikiert, so wie Wasservögel eben sind, wenn sie spüren, dass man sie betrachtet. Der Teich ist von jener kleinen, gepflegten Art, wie sie in den 1950er Jahren in Parks und Landsitzen üblich war—tief genug, um die Bezeichnung Teich zu rechtfertigen, flach genug, dass Kindern das Hineinwaten trotzdem untersagt war, aus Gründen, die niemand so recht benennen konnte. Das grasbewachsene Ufer legt nahe, dass die Aufnahme vom Rand eines gepflegten Anwesens entstand, jener Art von Ort, an dem Schwäne Wohlstand und Ordnung bedeuteten. Beide Vögel halten den Hals in der klassischen Schwanenhaltung gebogen, einer Form, die zum Zeitpunkt dieser Aufnahme bereits zum Dekorativen tendierte, eine lebende Verkörperung von jemandes Vorstellung von Anmut.

The historian's note

Domestizierte Höckerschwäne waren bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein fester Bestandteil von Zierteichen und Wasserläufen in ganz Europa und Nordamerika. Sie waren Jahrhunderte zuvor vom europäischen Festland nach England eingeführt und als Symbole von Anstand und gepflegter Landschaftsgestaltung gehalten worden. In den 1950er Jahren traten sie routinemäßig in öffentlichen Parks, auf Landsitzen und in Privatsammlungen auf, wo man sie ihres Erscheinungsbildes wegen schätzte und nicht wegen irgendeines praktischen Nutzens. Die Vögel benötigten regelmäßige Fütterung und Pflege, und ihre Anwesenheit signalisierte, dass ein Ort gestaltet und beabsichtigt war—ein Statusdetail, lesbar für jeden, der wusste, wofür Schwäne standen. Ihr Auftreten in dieser Szene spiegelt sowohl die weite Verbreitung von Ziergeflügel als auch die Vorliebe der Jahrhundertmitte für geordnete, dekorative Natur wider.

Subjects & keywords — each links to a search

From the community

Identifications, corrections, and discussion from readers — reviewed by a librarian before appearing here.

Sign in to add an identification, correction, or comment.

No notes yet — be the first to add what you know about this image.

Archive & Atlas — The Archive AA-2026-08673B · jpg · Open