Zwei Männer fotografieren eine Kreidegrube oder Mergel-Abbaustelle, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Zwei Männer fotografieren eine Kreidegrube oder Mergel-Abbaustelle, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-BF299C

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On the image

Irgendwer beschloss, dass diese bestimmte Wand aus ausgeschürfter Kreide ein Dokument für die Ewigkeit verdient, und so hebt ein Mann im hellen Hemd eine kompakte Kamera auf Augenhöhe, während sein Begleiter im weißen T-Shirt etwas in seinen eigenen Händen studiert – möglicherweise ein Gesteinsproben, möglicherweise nur seine Finger. Gruben wie diese wurden in den 1960er Jahren hart für Zement, Kalk oder Straßenmaterial bearbeitet, und ein Feldbesuch bedeutete jemanden mit einem Klemmbrett und jemanden mit einer Kamera, denn die Schreibarbeit allein befriedigte niemals einen Vorgesetzten zurück im Büro.

Die Dimension des Aushubes spricht hier Bände: ein mannshoher Hang aus heller Abraum, das sich hinter zwei Menschen erhebt, die im Vergleich wie ein Gedanke wirken, den man vergessen hat. Niemand dachte daran, einen Schutzhelm mitzubringen, was damals Standardpraxis war und heute Augenbrauen hochziehen würde. Das, was die Kamera an jenem Tag einfing, wurde wahrscheinlich abgelegt und nie wieder angesehen, bis genau zu diesem Satz.

Es gibt eine komische Würde darin, ein Loch im Boden mit derselben Ernsthaftigkeit zu dokumentieren, die andere Menschen Hochzeiten und Taufen reservierten. Der Mann hinter der Linse bewundert nichts. Er tut seine Pflicht, und seine Pflicht an jenem Nachmittag war, sicherzustellen, dass das Unternehmen einen Beweis hatte, dass das Kreidebrett genau so aussah, bevor jemand es sprengte oder ausgrub.

The historian's note

Die Szene zeigt eine Gewinnungsstätte für Mineralien oder Zuschlagstoffe, wahrscheinlich eine Kreide-, Mergel- oder ähnliche Weichgesteinsgrube, die während des normalen Betriebs inspiziert und fotografisch dokumentiert wird. Die feldmäßige Dokumentation von Abbauflächen war in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Routinepraktik bei Gewinnungsstätten, die für geologische Vermessungen, Fortschrittsprotokolle oder Sicherheitsbewertungen verwendet wurde.

Das Fehlen von Schutzhelmen, die informelle Kleidung und die Verwendung einer kleinen tragbaren Kamera entsprechen den Standards der Industrie- und geologischen Feldarbeit der 1960er Jahre, eine Zeit, bevor Helmpflichten und förmliche Sicherheitsdokumentation auf Baustellen bei Steinbruchbetrieben und Bergbauunternehmen in vielen Industrieländern universell durchgesetzt wurden.

Aus den verfügbaren Erkenntnissen können keine bestimmten Grubenbaue, Unternehmen oder Orte ermittelt werden.

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