Dämmerungsklettern zwischen Felsbrocken, Wandergruppe aus den 1960er Jahren — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
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Dämmerungsklettern zwischen Felsbrocken, Wandergruppe aus den 1960er Jahren — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-123D6D

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On the image

Vier Menschen bahnen sich ihren Weg über einen Haufen gefallener Felsbrocken, genau in dem Moment, in dem die Helligkeit schwächer wird – und das ist exakt der Augenblick, in dem eine Wandergruppe der 1960er Jahre immer beschloss, trotzdem weiterzugehen. Jemand duckt sich mit einer über die Brust geschlungenen Tasche, die universelle Körperhaltung einer Person, die überlegt, ob sie springen oder erst etwas hinüberreichen soll. Ein verlorenes rotes Teil auf dem Stein deutet darauf hin, dass jemand eine Jacke oder einen Rucksack abgelegt und einfach vergessen hat – in dem Vertrauen, dass der Stein später noch da sein würde, was er auch war.

Niemand hier trägt etwas, das auch nur entfernt wie Wanderausrüstung aussieht. Weiße Pullover und einfache Hosen galten in einer Zeit, bevor die Outdoor-Ausrüstungsindustrie die Menschen vom Gegenteil überzeugte, als ausreichende Ausrüstung im Freien – und die Annahme scheint sich bewährt zu haben, denn alle stehen noch aufrecht. Die Szene hat die lockere, unhektische Choreographie einer Gruppe, die dem Pfad mehr traut als der Karte.

Der tiefe blaue Farbton über dem ganzen Geröllfeld ist nicht künstlerische Absicht; es ist einfach das, was die Dämmerung mit Consumer-Farbfilm angestellt hat, sobald die Sonne hinter dem Kamm verschwunden war. Der Fotograf machte trotzdem weiter, nach der vernünftigen, wenn auch optimistischen Theorie, dass eine schlecht festgehaltene Erinnerung immer noch besser ist als gar keine.

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