Besteigung eines lockeren Hangs in Straßenkleidung, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Besteigung eines lockeren Hangs in Straßenkleidung, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-BCE1C7

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On the image

Fünf Erwachsene erklimmen mühsam einen bröckeligen Erdhang, gekleidet genau so, wie sie sich zum Sonntagsmittagessen angezogen hätten: gebügelte Hosen, Lederslipper, ein Strohhut, der eindeutig noch nie ein Dornengebüsch erlebt hat. Niemand in dieser Gruppe besitzt Wanderstiefel, denn in den 1960er Jahren war der Gedanke, dass gewöhnliches Gelände spezielle Ausrüstung erforderte, bei der Allgemeinheit noch nicht aufgekommen. Ein steiler Hang war einfach nur ein Hang, und man bewältigte ihn wie eine Treppe – Schritt für Schritt, selbstbewusst, ungeachtet der Meinung der Schwerkraft.

Ein Mann hält etwas, das wie ein Transistorradio oder eine kleine Kamera aussieht, schützend an seine Brust und behütet es sorgfältiger als seinen eigenen Halt, was einiges über das aussagt, was diese Gruppe für unersetzlich hielt. Die Frau vorne neigt sich mit einer ganz bestimmten düsteren Entschlossenheit in den Hang hinein – die Entschlossenheit jemandes, der diesem Ausflug zugestimmt hat, bevor er das Gelände sah. Unter ihnen wartet ein Mann in einem Eimerhut in einem sichereren Winkel, offenbar schon zu dem Ergebnis gekommen, dass Zusehen weniger anstrengend ist als Mitmachen.

The historian's note

Ungezwungene Gruppenausflüge in raues Gelände waren ein häufiges Merkmal der Freizeit-kultur der Mitte des 20. Jahrhunderts, unternommen von Amateuren ohne spezialisierte Ausrüstung außer der, die sie bereits besaßen. Der struppige, erodierte Hang und die dichte Vegetation vom Typus des Chaparral deuten auf eine Mittelmeerregion oder eine ähnlich region mit trockenem Sommer, eine Landschaft, die typisch für Hügelwanderstrecken war, die bei Touristen und lokalen Wanderclubs der Zeit beliebt waren.

Die Kleidung der Gruppe – maßgeschneiderte Hosen, Hemden und Schuhe mit flachen Sohlen – spiegelt eine Zeit wider, bevor spezielle Outdoorkleidung an gelegentliche Freizeithiker vermarktet wurde. Solche Kleidung war bis weit in die 1960er und 1970er Jahre hinein Standard für Tagesausflüge, unabhängig von der Geländeschwierigkeit, und bietet einen nützlichen visuellen Anhaltspunkt für die Datierung von informeller Reisefotografie aus dieser Zeit.

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