Geologie-Feldkurs mit Untersuchung eines freigelegten Felsenabschnitts, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Geologie-Feldkurs mit Untersuchung eines freigelegten Felsenabschnitts, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-886BD0

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On the image

Ein Dutzend Männer in kurzärmeligen Hemden und Anzughosen sind über eine Kalksteinfelsenwand verteilt und betreiben Wissenschaft so, wie man sie in den 1960er Jahren betrieb: in Loafern. Niemand hier trägt einen Helm, ein Sicherheitsgeschirr oder etwas, das auch nur ansatzweise wie Feldausrüstung aussieht, denn der Gedanke, dass eine Felsformation mit Vorsicht behandelt werden könnte, war noch niemandem in einer geologischen Abteilung gekommen.

Ein Mann sitzt auf einem Felsvorsprung mit einem Clipboard und transkribiert die Geschichte, die der Felsen angeblich erzählt, während unten ein Kollege mit selbstbewusster Gewalt einen Hammer auf die Schichten schwingt – jemand, der über Erosion gelesen hat, sie aber noch nie persönlich verursacht hat. Die freigelegten Schichten erstrecken sich yards über ihren Köpfen, geneigt und gebändert genau wie ein Lehrbuchdiagramm es versprach, was genau die Art von Zufall ist, die einem Professor den Tag macht.

Alle sind wie fürs Büro gekleidet, nicht für einen Felsen, denn in dieser Epoche war eine Exkursion immer noch eine Verlängerung des Klassenzimmers und keine Alternative dazu. Der Felsen sitzt schon seit langem bevor sie ankamen und wird immer noch sitzen, vollkommen unbeeindruckt, lange nachdem die Noten vergeben sind.

The historian's note

Diese Szene dokumentiert eine häufige Unterrichtspraxis in der amerikanischen und europäischen Geologieausbildung des mittleren zwanzigsten Jahrhunderts: die Exkursion zu einem freigelegten Aufschluss oder Straßeneinschnitt für die direkte Beobachtung von sedimentären Schichten. Solche Übungen waren ab den 1960er Jahren ein Standardbestandteil der universitären Erdwissenschaftscurricula und wurden verwendet, um Studenten beizubringen, Schichtungsebenen, Gesteinskomposition und strukturelle Neigung in situ zu analysieren, und nicht nur aus Lehrbuchdiagrammen.

Der gezeigte Aufschluss zeigt deutlich gebändertes Sedimentgestein, wahrscheinlich Kalkstein oder eine ähnlich geschichtete Formation, was dem Typ des Straßeneinschnitts oder der Steinbruchfläche entspricht, die häufig für diese Klassenlehrveranstaltungen verwendet wurden, aufgrund ihrer Zugänglichkeit und des sauberen Querschnitts der Schichten. Studenten und Instructoren sind nur mit Gesteinhämmern und Notizbüchern ausgestattet, was die informellen Sicherheitsstandards widerspiegelt, die für Feldunterricht vor der weit verbreiteten Einführung von Schutzausrüstung in akademischen Geologieprogrammen typisch waren.

GruppenFeldarbeit dieser Art spielte eine grundlegende Rolle bei der Ausbildung von Generationen von Geologen, Geographen und Ingenieuren, die während der Nachkriegserweiterung der Erdwissenschaften in der Rohstofferkundung, Zivilingenieurwesen und akademischen Forschung arbeiten würden.

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