Sugarloaf Mountain from Praia Vermelha, Rio de Janeiro, 1960er Jahre — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
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Sugarloaf Mountain from Praia Vermelha, Rio de Janeiro, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-D46CEE

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On the image

Jemand hat auf diesem Strand eine Straßenlaterne aufgestellt, als würde die Aussicht nach Einbruch der Dunkelheit einer städtischen Genehmigung bedürfen – was sie gewissermaßen auch tat, denn jede Infrastrukturmaßnahme dieser Ära kam mit ihrer eigenen Eisenstütze und Glaskugel daher. Sugarloaf Mountain sitzt dahinter und tut das, was es seit Millionen von Jahren tut, vollkommen unbeeindruckt von der Lampe, der Bank oder dem Touristen, der die ganze Szene durch eine Palme gerahmt hat – weil das eben die Postkartennorm war, die niemand infrage stellte.

Die Zahnradbahn-Station ist gerade noch auf dem Gipfel zu sehen, ein Hinweis darauf, dass Rio bis in die 1960er Jahre bereits beschlossen hatte, dass die Aussicht von oben die Ingenieursleistung wert war, während die Aussicht von unten kostenlos blieb und von Einheimischen, die sie ihr Leben lang täglich sahen, weitgehend ignoriert wurde. Die Bank steht leer, das Wasser ist ruhig, und die Granitdom erfüllt die einzige Aufgabe, die sie je hatte: dort zu stehen, damit Besucher etwas haben, worauf sie eine Kamera richten können.

Ein Küstenpfad für Seeleute, eine ordentliche Ufermauer und eine einzelne Laterne deuten auf eine Stadt hin, die in ihre Uferpromenade als Ort zum Flanieren investiert – nicht nur zum Durchgehen –, diese stille städtische Zuversicht, die auf Fotografien lange nach den Finanzierungssitzungen, die sie ermöglichten, in Vergessenheit geraten ist.

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