Oberkörperfreie Archäologen an einem Ausgrabungsgraben, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Mediterranean archaeological site

Oberkörperfreie Archäologen an einem Ausgrabungsgraben, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-5A4EA2

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On the image

Jemand war der Ansicht, dass ernsthafte Archäologie in Badehosen betrieben werden könnte, und die 1960er Jahre waren gerade permissiv genug, um diese These zu untermauern. Ein junger Ausgräber in einem ausladenden Sonnenhut beugt sich über einen in der offenen Erde aufgestellten Zeichentisch, Bleistift in der Hand, und dokumentiert einen Fund mit der gleichen Sorgfalt, die ein Börsenmaker einem Kassenbuch entgegenbringen würde – nur dass das Kassenbuch hier auf Treibholzbeinen balanciert und die Schreibtischlampe die Sonne ist.

Hinter ihm hocken zwei weitere Männer in identischen Hüten und sieben in den Felsblöcken herum, verrichten die undankbare Arbeit des Hockens, die es nie auf das Museumsetikett schafft. Die Feldarbeit dieser Ära lief nach dem Ehrensystem der Sonnencreme, das heißt ohne diese, und basierte auf der Annahme, dass eine ordentliche Bräunung einfach ein berufliches Risiko des Handwerks war.

Die Zeichenwerkzeuge auf dem Tisch – einschließlich Schieblehren – bekunden, dass dies Wissenschaft ist und kein Strandurlaub, obwohl die Shorts und nackten Schultern einen überzeugenden Gegenargument darstellen. Was immer sie unter den Felsblöcken freizulegen versuchten, es war wichtig genug, um Hemden gegen Präzision einzutauschen.

The historian's note

Die Szene zeigt ein archäologisches Feldteam der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bei Ausgrabungsarbeiten, wahrscheinlich im Mittelmeerraum, gegeben das felsige, sonnige Gelände und die informelle Sommerkleidung, die für Feldkampagnen in Greece, Italy oder benachbarten Regionen in diesem Zeitraum typisch ist. Die Dokumentation von Ausgrabungen in den 1960er Jahren umfasste üblicherweise Zeichentische vor Ort, wo Funde skizziert, mit Schieblehren gemessen und vor der Einlagerung erfasst wurden – eine Methode, die sich seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts kaum geändert hatte.

Die Feldarchäologie dieser Ära war auf manuelle Dokumentationsmethoden angewiesen, die digitale Photogrammetrie und GPS-Kartierung vorausgingen, weshalb handgezeichnete Pläne und stratigraphische Skizzen die primäre Aufzeichnung des Ausgrabungsfortschritts bildeten. Die minimale, praktische Kleidung spiegelt sowohl die physischen Anforderungen der Feldarbeit in heißen Klimazonen als auch die gelasseneren Sicherheitsstandards der Epoche wider, als Sonnenschutz und Arbeitsbedingungen weitaus weniger Beachtung erhielten als in späteren Jahrzehnten.

Solche Ausgrabungskampagnen, häufig besetzt mit Universitätsteams und studentischen Freiwilligen, waren grundlegend für die Etablierung chronologischer und materieller Aufzeichnungen vieler klassischer und prähistorischer Stätten, auf die noch heute in archäologischer Fachliteratur verwiesen wird.

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