Faserkunstobjekt aus den 1970ern in einem Gemeinschaftsraum — Archive & Atlas
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Faserkunstobjekt aus den 1970ern in einem Gemeinschaftsraum — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-E899DC

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On the image

Dieses kunstvolle Seil- und Federstück, eindeutig ein Herzensprojekt, hängt mit der gebieterischen Ausstrahlung von etwas, das *unbedingt* geschätzt werden muss. In den 1970ern war die Herstellung aufwendiger Faserkunst ein ernstzunehmendes Anliegen, oft als spirituelles Gegenstück zur wachsenden Kunststoffwirtschaft verstanden. Jemand hatte viele Stunden damit verbracht, dies zu vollenden, überzeugt, dass es entweder Erleuchtung oder zumindest einen Gesprächsstoff bringen würde.

Dahinter sitzt ein unverwüstlich fröhlicher Clownkopf auf einem Schrank, vielleicht ein stiller Zeuge der endlosen Knoten- und Federarrangier-Sitzungen. Das Fluoreszenzlicht über dem Kopf wirft einen starren, erbarmungslosen Glanz, der die Spannung zwischen den organischen Bestrebungen des Handwerks und der dezidiert un-organischen Realität seiner institutionellen Umgebung hervorhebt. Dies war das Jahrzehnt, in dem "natürlich" oft viel harte Arbeit in einer äußerst unnatürlichen Umgebung bedeutete.

Die gesamte Inszenierung beschwört eine vergangene Zeit herauf, in der Aufrichtigkeit künstlerischen Ausdrucks an der bloßen Menge verbrauchter Materialien und investierter Stunden gemessen wurde. Sie verkörpert den Glauben, dass mehr Seil und mehr Federn automatisch mehr Kunst bedeuteten – eine Philosophie, die, wie das Objekt selbst, letztendlich ausfransen könnte.

The historian's note

Das Bild zeigt eine Innenszene aus den 1970ern, charakterisiert durch utilitaristische Architektur und ein aufstrebendes Interesse an handwerklich gefertigtem Dekor. Das prominente Hängeobjekt ist ein Beispiel für Faserkunst, wahrscheinlich Makramee oder eine ähnliche Webetechnik, die natürliche Fasern, Federn und farbige Verzierungen einbezieht. Dieser Stil wurde in den 1970ern weit verbreitet und spiegelte eine gegenkulturelle Betonung von DIY-Projekten, Selbstversorgung und einer Rückbesinnung auf traditionelle Handwerkstechniken.

Solche Kreationen waren häufig in Bildungseinrichtungen, Gemeinschaftszentren und Wohnungen anzutreffen, dienten als Dekorelemente, die persönliche Kunstfertigkeit und eine Ablehnung von Massenprodukten zur Schau stellten. Die Anwesenheit einer Clownsfigur und eines funktionsfähigen Schranks deutet auf einen Mehrzweckraum hin, möglicherweise ein Klassenzimmer, ein Gemeinschaftsraum oder ein Büro innerhalb einer öffentlichen Institution. Das Overhead-Fluoreszenzlicht ist typisch für Handels- und Institutionsgebäude der Ära.

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