Faserkunst-Ausstellung der 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Faserkunst-Ausstellung der 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-F270E0

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On the image

Die 1970er Jahre erlebten eine Wiedergeburt der Faserkunst, und diese Ausstellung zeigt den ernsthaften Glauben, dass Garn, wenn es bedacht angeordnet wird, zur Kunst erhoben werden könnte. Hier dominiert eine große, vom Boden bis zur Decke reichende Installation aus schwarzen und weißen Fäden, die sich mit bewusster Missachtung von Ordnung auf dem Boden sammelt und eine tiefe Verbindung zur Erde oder vielleicht nur zur Schwerkraft andeutet.

Kleinere Wandteppichstücke hängen in der Nähe, sorgfältig auf Displaytafeln montiert, was das Engagement der Ära für die Präsentation jedes gewebten Quadrats als bedeutsames Kulturgut demonstriert. Diese Werke, oft in gedämpftem Grün und Gelb, erfassten den Geist eines Jahrzehnts, das tiefe Bedeutung in Mustern fand, die auch als Platzsets dienen könnten.

Selbst die abstrakte weiße Skulptur rechts, mit gewebten Schärpen drapiert, nimmt an dieser großartigen Erklärung zur Textilwichtigkeit teil und erinnert die Betrachter daran, dass Kunst nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Tragen und gelegentlich zum Rätseln da war. Es war eine Zeit, in der eine einfache Fadenschule unendliche künstlerische Möglichkeiten barg, besonders wenn man genug davon hatte, um einen Raum zu füllen.

The historian's note

Diese Fotografie dokumentiert eine Faserkunst-Ausstellung aus den 1970er Jahren, einem Jahrzehnt, in dem Textilkunst erhebliche Anerkennung in der zeitgenössischen Kunstwelt gewann. Künstler begannen, Garn, Weben und Stoffmanipulation jenseits traditioneller Handwerkstechniken zu erforschen und präsentierten sie als großformatige Skulpturen und Installationen.

Die ausgestellten Werke spiegeln mehrere Trends dieser Zeit wider, darunter die Betonung von Textur, natürlichen Materialien und abstrakten, oft monumentalen Formen. Solche Ausstellungen trugen zu einer Neubewertung von Handwerk als künstlerisches Medium bei und hinterfragten etablierte Hierarchien zwischen bildender Kunst und Gebrauchsobjekten.

Diese Bewegung ermöglichte ein breites Spektrum an Experimenten mit Materialien und Techniken und führte Faserkunst in Galerieräume ein, während eine eigenständige künstlerische Identität neben rein funktionalen Textilien gefördert wurde.

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