Vulcan-Statue und Sendetürme, Red Mountain, Birmingham, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Birmingham

Vulcan-Statue und Sendetürme, Red Mountain, Birmingham, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-312080

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On the image

Die Sehnsüchte einer Stadt wurden einst aus Eisen gegossen und auf einen Hügel gestellt, um einen Gott der Industrie zu schaffen, der über ihren Fortschritt wachte. Vulcan, die römische Gottheit der Schmiede, steht vor dem verblassenden Tageslicht silhouettiert – ein Zeugnis einer Zeit, als Industriemacht als Bürgertugend galt, die monumentaler Statuen würdig war. Es war eine deutliche Aussage, dass harte Arbeit und Metallurgie das Fundament für alles andere bilden würden.

Moderne Kommunikationstürme, dünn und zweckmäßig, erheben sich hinter ihm auf demselben erhöhten Gelände, vermitteln aber eine andere Art von Macht. Diese größeren, weniger künstlerischen Strukturen summten von unsichtbaren Funksignalen, die damit begannen, den sichtbaren Rauch der Industrie als Maßstab für Fortschritt in den 1970er Jahren zu ersetzen. Man kann sich nur vorstellen, was Vulcan von seinen neuen Nachbarn hielt, die stumm Talkradio und Seifenopern übertrugen.

Die Statue, ein Grund für Bürgerstolz in Birmingham, Alabama, ragt über der Stadt auf, blickt immer herab, vielleicht im Urteil, vielleicht nur weil man ihn dort aufgestellt hatte. Vorbeifahrende in ihren Automobilen unten würden aufblicken, wissend, dass sie sich an einem Ort befanden, der einst Dinge hergestellt hatte, und noch immer den großen Kerl aus Eisen zu seinem Beweis hatte. Solche Denkmäler dienten als ständige, wenn auch unbewegliche, Erinnerungen daran, was die Menschen ihre Städte sein wollten.

The historian's note

Die Fotografie zeigt die Vulcan-Statue auf dem Red Mountain in Birmingham, Alabama. Für die 1904 Louisiana Purchase Exposition in St. Louis, Missouri gegossen, ist Vulcan die größte gusseiserne Statue der Welt und symbolisiert Birminghams Industrieerbe, besonders seine Eisen- und Stahlproduktion.

Nach der Weltausstellung wurde die Statue demontiert und nach Birmingham zurückgebracht, wo sie schließlich 1936 ihren permanenten Platz auf dem Red Mountain fand. Das Gelände wurde später zum Vulcan Park entwickelt, der Panoramablicke auf die Stadt bietet. Die prominente Platzierung der Statue ermöglichte verschiedene Beleuchtungsarten, oft verbunden mit bürgerlichen Veranstaltungen oder Sicherheitskampagnen, wobei ihre Hauptrolle ein Bürgerdenkmal blieb.

In den 1970er Jahren, wie auf diesem Bild zu sehen, waren Sendetürme eine häufige Erscheinung neben der Statue auf dem Red Mountain und verdeutlichten die sich verändernde industrielle und technologische Landschaft. Die Silhouette erfasst die Statue während einer Periode, in der Birmingham sich von seiner schweren industriellen Vergangenheit in eine vielfältigere Wirtschaft umwandelte, dabei aber stolz seine Wurzeln in der Eisenverarbeitung durch diesen ikonischen Ort zeigte.

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