Totempfahl und Food Mart Plaza, Roadside America, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Totempfahl und Food Mart Plaza, Roadside America, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-04F49F

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On the image

Jemand war der Ansicht, dass ein Supermarktparkplatz ein Wahrzeichen benötigte, und die Lösung war ein hochragendes bemaltes Totempfahl, gepflanzt auf einer Verkehrsinsel wie ein Bürgerdenkmal. Es entlehnt eine Form der indigenen Bevölkerung des Pazifischen Norwestens, um Lebensmittel zu bewerben in einem Land, das ganz offensichtlich flach, bewaldet und nicht an der Küste liegt – die Art von selbstbewusstem kulturellem Sammelsurium, das in den 1960er Jahren als Showmanship in einem Einkaufszentrum durchging.

Über den Parkplatz hinweg erledigt das Food Mart-Schild die eigentliche Verkaufsarbeit, während ein Pavillon mit Pagodendach ein zweites entlehntes Motiv hinzufügt, denn wenn eine exotische Verzierung Kunden anzieht, müssen zwei noch mehr anziehen. Die Autos, die in ihre Plätze hineingestellt sind, sind die kompakten, chromgezierten Limousinen des Jahrzehnts, geparkt mit der ungehobenen Sicherheit von Menschen, die erwarteten, dass der Parkplatz noch zwanzig Jahre später dort sein würde.

Niemand auf der Fotografie scheint das Totempfahl seltsam zu finden, und das ist das eigentliche historische Dokument hier. Es war schlicht das Aussehen von kommerzieller Hoffnung vor dem Moment, in dem jemand fragte, ob die Landstraße wirklich so viele Souvenirs von Orten brauchte, von denen nichts davon stammte.

The historian's note

Kommerzielle Straßenarchitektur in Nordamerika während der 1960er Jahre bediente sich häufig übertriebener oder entlehnter dekorativer Elemente als Form des visuellen Marketings, um die Aufmerksamkeit vorbeifahrender Autofahrer auf neu errichteten Autobahntrassen zu erregen. Totempfahl-Motive, Pagodendachlinien und andere stilisierte Ornamente waren häufige Mittel, die von Einkaufszentren und Supermärkten dieser Ära verwendet wurden, unabhängig von einer regionalen oder kulturellen Verbindung zu den verwendeten Bildern.

Die Szene zeigt einen kleinen Einkautsplatz, verankert durch einen Food Mart-Supermarkt, eine Art Kettenladen für Lebensmittel, der sich in der Nachkriegszeit schnell in Vororten und autobahnnahen Gegenden ausbreitete. Der Parkplatz, die begrünte Verkehrsinsel und die Pavillonstruktur sind typisch für die Stripzentren-Gestaltung der Mitte des Jahrhunderts, die automobilenem Zugang und sichtbarer Beschilderung den Vorrang vor architektonischer Kohärenz gab.

Die vorhandenen Automobile sowie das gestalterische Vokabular der Gebäude und Beschilderung stimmen mit der 1960er Jahre-Datierung überein, die dieser Szene zugewiesen wurde.

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