Hansabrunnen Monument, Hamburg, Germany, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Hamburg

Hansabrunnen Monument, Hamburg, Germany, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-105022

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On the image

Dieses repräsentative Monument in Hamburg, Deutschland, war einst ein Symbol der Stadtmacht und des Hanseatic-Erbes, mit der allegorischen Hansafigur auf seinem Höhepunkt und der sitzenden Hamburgia darunter. Im 19. Jahrhundert in Auftrag gegeben, war es offensichtlich dazu bestimmt, mit historischer Gewichtigkeit zu beeindrucken und etwas Wichtiges über Bürgerstolz zu vermitteln – obwohl die tatsächliche Wirkung auf Passanten schon damals wahrscheinlich gemischt ausfiel.

In den 1970er Jahren fanden Menschen neue, weniger symbolische Verwendungen für solch imposante Steinstrukturen. Ein Paar sitzt bequem auf den unteren Stufen und behandelt Jahrhunderte allegorischer Statuen weniger als Appell zur Erinnerung denn als bequeme, leicht sonnendurchflutete Bank. Das Engagement der ursprünglichen Künstler für ihr Handwerk hatte sich irgendwie in einen schönen Platz für ein Picknick oder ein ruhiges Gespräch verwandelt.

Der Mann, der sich in der Nähe an eine Laterne lehnt, scheint die Szene zu beobachten, vielleicht über die Entwicklung des öffentlichen Raums nachzudenken. Er könnte sich fragen, ob die Gründer des Monuments seine neue Funktion als urbanes Mobiliar gebilligt hätten oder ob sie lieber gesehen hätten, dass die Menschen stramm stehen. Geschichte wird, wie es scheint, ständig umzweckt.

The historian's note

Das Hansabrunnen-Monument befindet sich am Sievekingplatz in Hamburg, Deutschland. Fertiggestellt 1878, wurde es von Carl Börner entworfen und von Engelbert Peiffer gestaltet. Das Monument würdigt die Rolle der Stadt in der Hanse und ihren Wohlstand.

Die zentralen Figuren sind allegorisch: Hansa, die die Hanse vertritt, steht oben auf dem Monument, während Hamburgia, die Personifikation Hamburgs, darunter sitzt. Das Monument zeigt verschiedene Reliefs von Hamburgs Geschichte und Handel sowie die Wappen des Deutschen Reiches (Kaiserlicher Adler) und der Stadt Hamburg.

Diese Fotografie aus den 1970er Jahren zeigt das Monument in einer Zeit, als solche historischen Strukturen integraler Bestandteil öffentlicher Stadträume waren und von Bürgern unbefangen zur Erholung und zum Verweilen genutzt wurden – im Gegensatz zu ihrem ursprünglichen feierlichen Gedenkanspruch.

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