Der Farnese-Stier, Nationalmuseum für Archäologie, Neapel, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Naples

Der Farnese-Stier, Nationalmuseum für Archäologie, Neapel, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-3B86F4

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On the image

Jemand in der Antike beschloss, dass dieses besondere Mythos – mit einer Königin, zwei Brüdern und einem wilden Stier – bedeutsam genug war, um es aus einem Marmorblock zu meißeln. Die entstehende Szene erfasst einen Moment äußerster Spannung, in dem alle entweder kämpfen, ringen oder äußerst besorgt aussehen.

Die Brüder Amphion und Zethus demonstrieren ein beeindruckendes Verständnis der Rinderomechanik, während Dirce offenbar einen besonders schlechten Tag hat – am Stier befestigt. Selbst der kleine Hund scheint am allgemeinen Chaos teilzunehmen und bietet moralische Unterstützung oder versucht zumindest, herauszufinden, was gerade passiert.

Diese ganze energiegeladene Szene wurde dann über Jahrtausende sorgfältig bewahrt, nur um wiederentdeckt und in einem Museum in Neapel aufgestellt zu werden, wo Touristen in den 1970er Jahren stehen und über die dramatischen Lebensentscheidungen mythologischer Figuren nachdenken konnten – vielleicht fragend, ob die Bildhauer jemals ein entspanntes Thema in Betracht gezogen hatten.

The historian's note

Der Farnese-Stier (Toro Farnese) ist eine monumentale römische Marmorskulptur aus der Kaiserzeit (um 200–220 n. Chr.), die heute im Nationalmuseum für Archäologie in Neapel, Italien, untergebracht ist. Sie stellt den Mythos von Dirce dar, die von Amphion und Zethus als Strafe für ihre grausame Behandlung ihrer Mutter Antiope an einen wilden Stier gefesselt wurde.

Ursprünglich 1545 aus den Caracalla-Thermen in Rom ausgegraben, ist die Skulptur eine römische Kopie eines hellenistisch-griechischen Originals aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., geschaffen von Apollonius und Tauriscus aus Tralles. Sie gehört zu den größten Einzelskulpturen, die je aus der Antike geborgen wurden.

In den 1970er Jahren blieb der Farnese-Stier eine bedeutende Attraktion im Museum von Neapel und verkörpert einen Höhepunkt römischer künstlerischer Leistung sowie ein Zeugnis für die dramatische Erzählkraft der klassischen Mythologie, in Marmor gehauen.

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