Sugarloaf Overlook: Aterro do Flamengo and Guanabara Bay, Rio, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Rio de Janeiro, Brazil

Sugarloaf Overlook: Aterro do Flamengo and Guanabara Bay, Rio, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-A1CA31

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On the image

Jemand schleppte in den 1960er Jahren eine Kamera auf Sugarloaf Mountain hinauf, um zu beweisen, dass er dort gewesen war, und die Agavenspitzen im Vordergrund waren einfach das, was zwischen Stativ und Aussicht stand, also blieben sie im Bild als zufällige Signatur des Aufstiegs. Darunter windet sich die neue gestaltete Küstenlinie des Flamengo Parks in ordentlichen Schleifen, die verdächtig wie eine Rennstrecke aussehen, weil Rios Planer dieser Ära davon überzeugt waren, dass die Uferzone einer Stadt in etwas umgestaltet werden sollte, das man von einem Berg aus bewundern kann, nicht nur entlang spazieren.

Die roten Ziegeldächer von Urca klammern sich an die Felsbasis, als würden sie sich dafür entschuldigen, dort gewesen zu sein, bevor der Ausblick berühmt war – ein Fischerei- und Marinekiez, der Jahrzehnt für Jahrzehnt in die Postkarte aufgesogen wurde. Die Guanabara Bay tut, was sie schon immer getan hat: Sie lässt jede menschliche Konstruktion an ihrem Rand temporär und leicht überfordert aussehen.

Ein einzelnes Boot sitzt auf dem Wasser, klein genug, um ein Satzzeichen statt ein Motiv zu sein, genau der Maßstab, den Rio für seine Vordergrunddetails bevorzugt, wenn der eigentliche Punkt die Geographie dahinter ist.

The historian's note

Die Fotografie blickt nach Norden von der Granitflanke des Sugarloaf Mountain (Pão de Açúcar) über die Guanabara Bay auf den Flamengo-Bezirk von Rio de Janeiro. Die gekrümmten Rasenflächen und Wege, die entlang der Küstenlinie sichtbar sind, sind Teil des Aterro do Flamengo, eines großen Deponieparks auf rekultiviertem Land, der 1965 fertiggestellt und unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx als Teil einer Modernisierung Rios im Mittelzentrum entworfen wurde.

Die Nachbarschaft in der unteren rechten Ecke mit ihren dichten roten Ziegeldächern ist Urca, ein historisches Viertel, das in den frühen zwanzigsten Jahrhundert an der Basis von Sugarloaf gegründet wurde und lange mit dem dort 1912 errichteten Seilbahnsystem verbunden war. Bis in die 1960er Jahre war die Gegend zu einem festen Punkt auf Rios Touristenschleife geworden, wobei seine Seilbahnen Besucher zum Gipfel trugen, um genau diesen erhöhten Blick auf die Bucht und die umgestaltete Flamengo-Küstenlinie zu bekommen.

Die Szene dokumentiert Rio de Janeiro während einer Zeit großer Stadterneuerung, als die Uferzone der Stadt absichtlich als öffentlicher Erholungsraum umgestaltet wurde, bevor sie weiter als Brasiliens wichtigstes Ziel für in- und ausländischen Tourismus wuchs.

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