Meilenstein 1523, Endpunktschild des Alaska Highway, Fairbanks, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Fairbanks, Alaska

Meilenstein 1523, Endpunktschild des Alaska Highway, Fairbanks, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-C0728B

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On the image

Jemand im Büro der Fairbanks-Stadtväter entschied, dass ein Highway-Endpunkt Perspektive brauche, und so schraubte man ein zweites Schild oben auf den Meilenpfosten, das die Entfernung nach Bombay, Buenos Aires, Paris und Capetown auswies. Die Logik war nach Art einer Handelskammer durchaus schlüssig: Wer gerade 1.523 Meilen über Schotter und Frostaufbrüche gefahren ist, um hierher zu gelangen, hat es sich verdient zu wissen, dass er immer noch 8.379 Meilen von Bombay entfernt ist – da kann man ebenso gut philosophisch werden.

Zwei Frauen halten neben einer geparkten Limousine am Fuß des Pfostens an, unauffällig in Strickjacken, und tun, was jeder am Schild tat: kurz danebenstehen und weiterziehen. Der Alaska Highway war zu diesem Zeitpunkt bereits seit rund zwei Jahrzehnten für den zivilen Verkehr geöffnet, hatte sich von einer militärischen Nachschubstraße des Krieges zu einem touristischen Initiationsritus gewandelt, und Fairbanks sorgte dafür, dass jeder ankommende Autofahrer ein Foto als Beweis mitnahm.

Hinter ihnen behaupten ein schlichter moderner Bürobau und ein Funkturm, dass Fairbanks als Stadt ernst genommen werden wollte und nicht bloß als Pointe der Grenzregion – während das Schild davor beharrlich die Distanz zur anderen Seite des Planeten vermaß.

The historian's note

Der hier festgehaltene Markierungspfosten steht bei Meile 1523, historisch als Endpunkt des Alaska Highway, auch Alcan genannt, in Fairbanks, Alaska. Der Highway wurde 1942 als kriegsbedingte Landversorgungsroute nach Alaska gebaut und nach dem Krieg für den öffentlichen Verkehr geöffnet, wodurch er bis in die 1960er Jahre zu einem festen Bestandteil des nordamerikanischen Roadtrip-Tourismus wurde.

Schilder mit vergleichenden Entfernungsangaben dieser Art, die die Meilenzahl zu fernen Weltstädten auflisteten, waren in dieser Zeit eine übliche zivile Geste an Highway-Endpunkten und Grenzübergängen, gedacht, um ankommenden Touristen die Abgelegenheit dramatisch vor Augen zu führen, nicht um einem praktischen Navigationszweck zu dienen.

Die umgebenden Gebäude spiegeln Fairbanks' Wachstum in der Nachkriegszeit als regionales Zentrum für Öl-, Militär- und Verkehrsinteressen im Inneren Alaskas während der 1960er Jahre wider.

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