Mann mit Strohhut neben verwitterten weißen Felsblöcken, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Mann mit Strohhut neben verwitterten weißen Felsblöcken, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-211FD2

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On the image

Er hat den Urlaub genau dort unterbrochen, wo das Licht am besten war, was dem universellen Instinkt des willigen Motivs eines Amateurfotografen entspricht. Der Strohhut und der Riemen einer Feldtasche legen einen Mann nahe, der sich für einen geologischen Ausflug so anzog, wie andere Männer sich für den Kirchgang anzogen, mit der stillen Gewissheit, dass der richtige Hut die richtige Fachkenntnis andeutet.

Die Felsen um ihn herum sind zu Formen verwittert, die fast gemeißelt wirken, die Art von Formation, die jeden Halt am Straßenrand zu einer Fotogelegenheit und jeden Touristen zum vorübergehenden Steinsammler macht. Er steht mit einer Hand in der Hüfte da und mustert die Felsblöcke wie ein Mann, der bereits gedanklich die Bildunterschrift verfasst, die er später selbst auf die Diarahmung schreiben wird.

Nichts hier verlangte nach ihm, und genau darin liegt der Punkt. Jemand ist hinausgefahren, jemand hat das Auto angehalten, und jemand entschied, dass diese besondere Anordnung von Stein vierzig Sekunden der Aufmerksamkeit eines Fremden und ein volles Bild Kodachrome verdiente.

The historian's note

Die gezeigte Felsformation, tief verwittert und hell gegenüber dem dunkleren umgebenden Material, ist typisch für Granit- oder vulkanische Tuff-Aufschlüsse in ariden Regionen der westlichen Vereinigten Staaten, wo differenzielle Erosion über lange geologische Zeiträume Felsblöcke zu abgerundeten, bogenartigen Formen aushöhlt. Solche Formationen waren gängige Attraktionen am Straßenrand für Autofahrer der Jahrhundertmitte auf malerischen Highways durch California, Arizona und Nevada.

Die Kleidung des Mannes, ein kurzärmeliges Knopfhemd, Canvas-Hosen und ein Strohhut mit umgehängter Feldtasche, entspricht der üblichen legeren Outdoor-Kleidung amerikanischer Männer auf Freizeitreisen in den 1960er Jahren. Diaphotografie dieser Art, aufgenommen auf privaten Roadtrips zu Naturdenkmälern, war ein weitverbreitetes Hobby der Zeit, begünstigt durch preiswerten Farbfilm und zunehmenden Autotourismus zu Nationalparks und malerischen Nebenstraßen.

Allein anhand des Bildmaterials lässt sich kein spezifischer Ort bestätigen, doch Geologie und Kleidung sind mit einem inländischen amerikanischen Urlaubsziel jenes Jahrzehnts vereinbar.

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