Nebelumhüllter Gipfel mit entferntem Relaisturm, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Nebelumhüllter Gipfel mit entferntem Relaisturm, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-DEEC30

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On the image

Jemand auf dieser Reise war hinter dem klassischen Bergfoto her – jenem, wo der Gipfel sauber über den Wolken aufragt und die ganze Szene wie ein Beweis wirkt, daß die Zivilisation die Geographie endlich in den Griff bekommen hatte. Die kleinen senkrechten Striche, die die Silhouette des Gipfels durchbrechen, sind ein Turm oder eine Antennenbatterie, das heißt die Art, die Ingenieure der Mitte des Jahrhunderts gerne auf den unbequemsten, verwittertsten hohen Punkt bolzten, den sie finden konnten – in der Theorie, daß ein Signal aus dem Elend weiter reisen würde.

Der Photograph glaubte offensichtlich, daß sich der Nebel rechtzeitig für eine bessere Aufnahme lichtet. Das tat er nicht, und statt dessen wurde aufgezeichnet, was Gipfel in dieser Bergkette an den meisten Tagen des Jahres tun: verschwinden. Der Turm hielt seinen Posten durch und durch, weil jemand die Mittel für eine Relaisstation freigegeben hatte und keiner zugeben wollte, daß die Aussicht von dort oben überwiegend Wetter war.

Was überbleibt, ist weniger eine Landschaft als ein kleines Denkmal für das Vertrauen der 1960er Jahre, daß Technologie überall angebracht und sich selbst überlassen werden konnte. Die Wolken bekamen keine Mitteilung über den Fortschritt.

The historian's note

Relaisstationen auf Berggipfeln, Funktürme und meteorologische Außenposten verbreiteten sich in den 1950er und 1960er Jahren über viele Bergketten, da Nachkriegs-Telekommunikations- und Wetterkontrollnetze in abgelegenes Gelände expandierten. Ingenieure bevorzugten hohe, freigelegte Gipfel für Sichtfunkverbindungen und atmosphärische Beobachtungen und nahmen extremes Wetter und schwierige Zugänge als Ausgleich für die Höhe hin.

Die auf der Spitze dieses Gipfels sichtbare Struktur entspricht einer solchen Installation, wobei ihr spezifischer Betreiber, ihre Funktion und ihr Standort anhand des Bildes allein nicht bestimmt werden können. Nebel und Tiefwolken der hier gezeigten Art waren eine routine Betriebsgefahr für das Personal, das diese Stationen wartete, erforderten oft Übernachtungen oder jahreszeitliche Schließungen.

Diapositives dieses Typs, aufgenommen von Reisenden oder Vermessungsingenieuren, die abgelegene Infrastruktur dokumentierten, bilden einen verstreuten, aber nützlichen Bestand dafür, wie sich die Technik der Mitte des Jahrhunderts in Gelände vorarbeitete, das zuvor hauptsächlich von Förstern und Bergsteigern besucht worden war.

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