Chimú-Goldtumi auf blauem Samt, Museumsfotografie, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Chimú-Goldtumi auf blauem Samt, Museumsfotografie, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-FE9C0E

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On the image

Jemand hat blauen Samt hinter einen Chimú-Tumi drapiert und ihn wie einen Filmstar ausgeleuchtet, was alles darüber verrät, wie Museen der Jahrhundertmitte meinten, ein fünfhundert Jahre altes zeremonielles Messer präsentieren zu müssen: nicht als Beweisstück, sondern als Schauspiel. Die kleine goldene Figur, die oben auf der Klinge kauert, trägt einen Kopfschmuck voller Türkisscheiben und herabhängender Ohrornamente, ein Ensemble, das dazu gedacht war, von einem Thron aus gesehen zu werden, nicht unter Galeriescheinwerfern für eine Diasammlung der 1960er Jahre fotografiert zu werden.

Die Messerform darunter ist weder Zufall noch Nebensache. Chimú-Metallhandwerker an Perus Nordküste fertigten diese Tumis für den rituellen Gebrauch, und die fächerförmige Klinge unter all dem Goldschmuck war der eigentliche Arbeitsteil – ein Detail, das Museumsbesucher des 20. Jahrhunderts eher ästhetisch bewunderten, ohne sich höflicherweise lange bei seiner ursprünglichen Funktion aufzuhalten.

Ein handgeschriebenes Etikett mit der Aufschrift 'Chimú' steht in der Ecke, jene selbstbewusste, knappe Art der Kennzeichnung, die die Ausstellungskultur der 1960er Jahre gegenüber ganzen Erklärabsätzen bevorzugte und darauf vertraute, dass das Gold des Objekts den größten Teil der Erzählung übernehmen würde.

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