Champs-Élysées vom Arc de Triomphe aus, Paris, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Paris, France

Champs-Élysées vom Arc de Triomphe aus, Paris, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-9331F6

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On the image

Jemand erklomm die Treppen des Arc de Triomphe mit einer Kamera und der festen Überzeugung, dass dieser Ausblick etwas über die Zukunft bewies. Darunter verläuft die Champs-Élysées pfeilgerade zum Grand Palais, dessen Glasdach rechts glänzt, während ein Strom von Renaults und Citroëns Spuren füllt, die in den 1960er Jahren immer noch für großzügig befunden wurden – für den gesamten Verkehr, den Frankreich je hervorbringen könnte.

Fußgänger halten sich an den Rändern auf mit der unhurried Gelassenheit von Menschen, denen noch niemand gesagt hat, den Zebrastreifen zu fürchten. Die Platanen in der Mittelpromenade wurden wegen des Schattens gepflanzt, nicht aus Symbolik, obwohl sie jetzt Doppeldienste leisten als das einzige Weiche in einem harten, wohlgeordneten Raster von Fassaden des Second Empire. Niemand im Bild schaut auf, was der ganze Sinn einer Aussichtsplattform ist: Jeder darunten ist überzeugt, dass der Ausblick nur dem Touristen oben gehört.

Der Verkehr selbst ist das eigentliche Thema, jener spezifische Glaube der Mitte des Jahrhunderts, dass mehr Straße immer mehr Freiheit bedeutete. Sechzig Jahre später sind die Autos weg und die Gebäude stehen genau dort, wo die Planer sie hinterlassen haben – geduldiger Beweis dafür, dass Architektur immer das Argument für die Straße darunter überlebt.

The historian's note

Diese Fotografie dokumentiert die Champs-Élysées im Zentrum von Paris, aufgenommen von der Aussichtsplattform des Arc de Triomphe mit Blick auf den Grand Palais, dessen Glas-und-Eisen-Kuppel für die Exposition Universelle von 1900 fertiggestellt wurde und auf der rechten Seite des Bildes sichtbar ist. Die Avenue wurde im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts schrittweise verbreitert und für Autoverkehr umgestaltet, und in den 1960er Jahren transportierte sie einiges des höchsten Privatfahrzeugaufkommens in Europa – ein Status, der spätere Debatten über die Fußgängerzone der Straße prägte.

Die Ansicht spiegelt eine Zeit des rasanten Automobilanstiegs im Nachkriegsfrankreich wider, als die Champs-Élysées weniger als repräsentative Boulevard früherer Jahrhunderte und mehr als arbeitende Verkehrsader mit Handel, Kinos und Fluggesellschaftsbüros funktionierten. Die baumbestandene Mittelpromenade und die symmetrische Gebäudelinie hier folgen dem städtebaulichen Plan der Haussmann-Ära des neunzehnten Jahrhunderts, der trotz der Belastungen des modernen Verkehrs durch die 1960er Jahre weitgehend intakt blieb.

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