Casita Media, American Southwest, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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American Southwest

Casita Media, American Southwest, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-B82190

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On the image

Ein Gebäude im Stil einer traditionellen Lehmziegelbauweise lehnt sich an eine Bergkette in der Ferne. Ein kleines, unscheinbares Schild im Vordergrund trägt die Aufschrift "Casita Media", was in den 1970er Jahren vermutlich auf einen Gemeinschaftsraum für kreative Aktivitäten hinwies oder einfach auf einen Ort, an dem man LPs hören konnte, ohne gestört zu werden. Es war eine Ära ernster Absichten und vager Bezeichnungen.

Zwei schlanke Bäume werfen scharfe, kantige Schatten auf die Stuckfassade – ein unverkennbarer Beweis für Sonnenlicht, das auf feste Objekte trifft. Ein Holzstapel neben dem Eingang bestätigt, dass auch Pioniergeister Wärme brauchen, wenn die Sonne untergeht, denn Idealismus erstreckt sich selten aufs Frieren. Ein einzelner Baumstamm auf dem Boden dient entweder als rustikale Begrenzung oder als anspruchsloses Gleichgewichtstraining.

Das abgerundete Kuppeldach des Gebäudes, eine Anspielung sowohl auf antike Bauformen als auch möglicherweise auf den Wunsch nach kosmischer Verbindung, deutet darauf hin, dass seine Bewohner Eigenständigkeit schätzten. Es ist eine Struktur, gebaut um sich mit ihrer Umgebung zu verschmelzen und gleichzeitig eine bestimmte Lebenswahl zu behaupten – eine, die eine Felderbahn einem Asphaltweg vorzog, aber dennoch einen eigenen "Media"-Raum brauchte.

The historian's note

Die Struktur zeigt Merkmale der Pueblo-Revival-Architektur, eines in der American Southwest, besonders in New Mexico, beliebten Stils, der sich von den traditionellen Lehmziegelbauwerken der Pueblo-Völker inspiriert. Dieser Architekturansatz war in den 1970er Jahren bei denjenigen beliebt, die alternative, häufig kommunale Lebensweisen suchten, die Harmonie mit der Natur und nachhaltiges Bauen betonten.

Das Schild "Casita Media" deutet auf ein kleines Haus oder einen eigens für Medien bestimmten Raum hin und spiegelt die Fokussierung der Ära auf Selbstausdruck und die Entwicklung unabhängiger künstlerischer oder Kommunikationszentren innerhalb solcher Gemeinschaften wider. Dies umfasste häufig künstlerische Aktivitäten, kommunales Leben oder einen Fokus auf Selbstversorgung.

Dieses Bild gibt Einblick in die architektonischen und sozialen Tendenzen der Periode und zeigt ein Beispiel integrierter Gestaltung in einer Hochwüstenumgebung, typisch für gegenkulturelle Bewegungen, die alternative Formen des Lebens und der Gemeinschaft suchten.

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