Nachkriegs-Wohnungsbausiedlung im Bau, circa 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Nachkriegs-Wohnungsbausiedlung im Bau, circa 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1948–1956

AA-2026-C0CB1E

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On the image

Eine Vorortentwicklung in ihren unbeholfenen mittleren Jahren, als die Häuser gebaut waren, aber die Nachbarschaft noch nicht zu dem Gedanken gelangt war, sich selbst zu sein. Das blaue Haus in der Mitte ist halb fertiggestellt – Betonfundament gegossen, Konstruktion errichtet, Oberflächen warten auf Anstrich – neben fertiggestellten Strukturen in den konkurrierenden Grün- und Gelbtönen einer Epoche, in der Entwickler glaubten, dass die Farbwahl eine Unterteilung zur Gemeinschaft machte. Haufen rohen Materials besetzen noch immer die Plätze, wo Rasenflächen wachsen sollen, und die Straße selbst sieht aus, als habe jemand sie erst vor kurzem aufgehört zu nutzen als Aufstellungsplatz für Ausrüstung. Dies war die amerikanische Nachkriegsformel: schnell bauen, Familien einziehen lassen, bevor die Landschaftsgestaltung kommt, sie an der Grenze eines unvollständigen Dinges leben lassen, bis die Auftragnehmer endlich gingen. Der frisch gegossene und bereits rissig werdende Gehweg führt nirgendwo hin – ein Weg, der für eine Nachbarschaft angelegt wurde, die technisch existierte, aber noch nicht wirklich funktioniert hatte.

The historian's note

Vorstadt-Wohnungsbauentwicklung im Bau, circa 1950–1955, während des Nachkriegs-Wohnungsbooms. Das Bild dokumentiert das typische Staging der amerikanischen Siedlungsentwicklung, wo Bauherren Fundamente gossen, Strukturen errichteten und Häuser bewohnten, während die Baustelle noch im Gange war. Die farbig angestrichenen Häuser und freigelegten Fundamentflächen sind charakteristisch für die Entwicklungsmethodik der Mitte des Jahrhunderts in vielen amerikanischen Vororten, besonders in Regionen westlich des Mississippi. Die Massenwohnungsproduktion dieser Ära priorisierte Geschwindigkeit und Kosten gegenüber fertiggestellter Infrastruktur, was Bewohner dazu veranlasste, in Nachbarschaften in verschiedenen Fertigstellungsstufen zu leben – eine Praxis, die zum charakteristischen visuellen Merkmal der Vorortexpansion der 1950er Jahre wurde.

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