Petunien im Beet in Nahaufnahme, Gartendias der 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Petunien im Beet in Nahaufnahme, Gartendias der 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-4A8F4D

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On the image

Jemand besaß ein Makroobjektiv und einen Samstagnachmittag, und das Ergebnis ist diese gewellte Wand aus Picotee-Petunien, fotografiert mit der Ernsthaftigkeit, die normalerweise Enkeln vorbehalten ist. Der Hobbygärtner der 1960er Jahre fotografierte Blumenbeete auf Farbdias wie frühere Generationen formelle Porträts – als Beweis, dass die Begonien gut gekommen waren und die Nachbarn davon erfahren sollten.

Die Petunien selbst tun genau das, was der Samenkatalog versprach: gefüllte, purpurn geaderte Blüten, so dicht beieinander gepflanzt, dass das Laub kaum durchschimmert. Dies war die Ära des Diaprojektors und der nach-dinner-Gartenshow, als eine Rolle Kodachrome und vierzig gefangene Verwandte als angemessene Weise galten, einen Abend zu verbringen.

Keine Bildunterschrift, kein Gärtner, keine Adresse überlebt mit dem Bild, nur die Blumen, noch immer zuversichtlich, dass jemand sie wiedersehen möchte.

The historian's note

Farbdiafotografie von Hausgärten wurde in den 1960er Jahren zu einem verbreiteten Hobby, angetrieben durch die Erschwinglichkeit von 35-mm-Kameras und Kodachrome-Film sowie die Popularität von Dia-Projektoren für privates Ansehen. Petunien des hier gezeigten gefüllten, zweifarbigen Picotee-Typs gehörten zu den am häufigsten gezüchteten Beetpflanzen dieser Zeit und waren für ihre lebhaften Adern und die Leichtigkeit ihrer Kultivation in Gartenrabatten geschätzt.

Solche Aufnahmen führen selten Angaben zu Ort oder Züchter mit sich, da sie üblicherweise für private oder familiäre Zwecke und nicht für dokumentarische Zwecke angefertigt wurden. Dennoch sind sie ein visuelles Zeugnis des Gartenbaugeschmacks der Mitte des 20. Jahrhunderts und der Amateurkultur, die ihn begleitete.

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