Wilde Lupinen im Unterholz, 1960er-Jahre Amateur-Naturstudium — Archive & Atlas
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Wilde Lupinen im Unterholz, 1960er-Jahre Amateur-Naturstudium — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-C7B797

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On the image

Jemand kniete im Unterholz mit geladener Kamera und der unerschütterlichen Überzeugung, dass dieser besondere Lupinenbestand für die Nachwelt bewahrenswert sei. Der Amateur-Naturfotograf der 1960er Jahre arbeitete aus einem einfachen Glauben heraus: Wenn das Farbdia scharf herauskam, war die Blume in gewisser Weise dokumentiert. Kein Etikett, kein Ort auf dem Passepartout vermerkt, nur die Annahme, dass das Bild sich selbst erklären würde für jeden, der es später finden würde.

Die Lupinentriebe fangen den einen Sonnenstrahl ein, der durch Birkenstämme schneidet – entweder sorgfältige Komposition oder bloßer Zufall, und aus dieser Entfernung gibt es keine Möglichkeit zu unterscheiden. Wildblumenführer waren in dieser Zeit beliebte Hobbygegenstände, verkauft an Tankstellen und Souvenirläden, mit dem Versprechen, dass jeder lernen könne, das zu benennen, das am Straßenrand wuchs. Die meisten Menschen kauften den Führer und konnten dennoch keine Lupine von einer Wicke unterscheiden, was sie nie davon abhielt, sie mit Autorität zu fotografieren.

Das umgebende Moos, totes Gras und ungepflegtes Gebüsch deuten darauf hin, dass dies weder ein Garten noch ein Wegweiser war, sondern ein eigenes Waldstück, das aus Laune besucht wurde statt auf einer Wanderung. Diese Art von Bild schaffte es selten in ein Album mit Bildunterschrift. Es landete einfach in der Box mit der Aufschrift Blumen, neben hundert anderen genau wie ihm, jedes aufgenommen von einer Person, die sicher war, dass dieses Exemplar anders war.

The historian's note

Die gezeigte Pflanze ist eine Art der Gattung Lupinus, eine Wildblume, die an gemäßigten Waldrändern und gestörten Bodenflächen in großen Teilen Nordamerikas und Teilen Europas verbreitet ist. Lupinen wurden in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in Wildblumen- und Gartenliteratur häufig erwähnt, sowohl als einheimische Flora als auch als zunehmend populärer Gartenverwilderling, besonders nach dem Nachkriegsboom im Amateur-Gartenbau und bei Straßennaturfürern.

Farbfotografie von Wildpflanzen wurde in den 1960er Jahren zu einer verbreiteten Freizeitbeschäftigung, als Kleinbildkameras und Farbdiafirme für Hobbyisten erschwinglich wurden statt nur für Profis. Solche Bilder wurden typischerweise zur persönlichen Dokumentation oder zum Studium des Amateur-Naturforschers gemacht, nicht zur Veröffentlichung, und trugen selten Ortsangaben außer einer handschriftlichen Notiz auf dem Passepartout, falls vorhanden.

Kein identifizierender Ort, kein Fotograf oder Veröffentlichungskontext bleiben mit diesem Bild erhalten. Es steht als repräsentatives Beispiel der Amateur-Botanischen Dokumentation aus dieser Zeit eher als ein Datensatz, der an einen bestimmten benannten Ort oder ein Ereignis gebunden ist.

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