Amateurgeologe mit Gesteinhammer, Badlands Roadcut, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Amateurgeologe mit Gesteinhammer, Badlands Roadcut, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-58C810

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On the image

Er hat sich in der Art in Szene gesetzt, wie Männer seiner Generation mit gefangenen Fischen posierten: auf den Knien, Werkzeug in der Hand, das Kinn so geneigt, dass die Sonnenbrille das Licht auffängt. Der Gesteinhammer wirkt klein und billig neben dem Stein, den er eigentlich untersuchen soll, doch in der Feldgeologie-Kultur der 1960er Jahre war der Hammer weniger ein Werkzeug als ein Abzeichen, der Beweis, dass ein Mann nicht einfach neben Steinen stand, sondern Wissenschaft mit ihnen trieb.

Hinter ihm wurde die Böschung durch Straßenbau oder Abbau aufgeschnitten und gibt rohe Erde frei, die niemand vor diesem Jahrzehnt einen Grund gehabt hätte, genauer anzuschauen. Amateursammlerkl ubs florrierten damals, gefüllt mit Wochenendsammlern, die Hämmer und Leupen aus Versandkatalogen kauften und zu genau diesen ausgebeuteten Hügeln fuhren, um etwas Katalogisierenswertes zu finden.

Der Stein, den er berührt, ist groß genug, um einen Fund zu suggerieren, doch nichts in seiner Körperhaltung deutet darauf hin, dass er plant, ihn zu bewegen, zu zerbrechen oder etwas mit ihm zu tun, außer sich daneben fotografieren zu lassen.

The historian's note

Straßeneinschnitte und Abbauufer wurden in den Nachkriegsjahrzehnten zu informellen Klassenzimmern für Amateurearthissenschaften, da Straßenbau und Landerschließung geologische Schichten freigaben, die zuvor nur professionelle Vermesser sehen konnten. Amateursammlerkl ubs, seit den 1940er Jahren in den gesamten Vereinigten Staaten etabliert, ermutigten Mitglieder, solche Stätten mit grundlegenden Werkzeugen zu besuchen, wobei der Gesteinhammer das Wichtigste war, um Stücke für private Sammlungen zu erwerben.

Diese Praxis spiegelte eine breitere Begeisterung der Mitte des Jahrhunderts für partizipative Wissenschaft wider, in der sich Hobbyisten mit den äußeren Werkzeugen professioneller Feldarbeit ausrüsteten – Geologiehämmer, Leupen, Sammlungsbeutel –, ohne unbedingt formale Ausbildung zu haben. Fotografien dieser Ausflüge, von den Sammlern selbst am Fundort aufgenommen, waren ein Standardteil der Hobbykultur und wurden häufig in Clubnewslettern oder persönlichen Diashow-Präsentationen verwendet.

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