Makramee-Wandbehang aus den 1970er Jahren — Archive & Atlas
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Makramee-Wandbehang aus den 1970er Jahren — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-AD1227

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On the image

Die 1970er Jahre boten zahlreiche Möglichkeiten für persönliche Ausdrucksformen, und für einige bedeutete dies, erhebliche Mengen Garn in aufwändige Muster zu knüpfen. Dieser Makramee-Wandbehang in warmen Erdtönen von Rot, Braun und Weiß dürfte viele Stunden aus dem Leben eines Handwerksenthusiasten beansprucht haben, alles im Streben nach einer Ästhetik, die tiefe Resonanz mit der Epoche hatte.

An schlichten Holzstäben vor leuchtendem gelbem Hintergrund aufgehängt, verkörpert dieses Werk das handgefertigte Dekor, das unzählige Häuser und Kunsthandwerksmessen schmückte. Es war weit verbreitet bekannt, dass solch aufwändige Knotentechnik sowohl eine Wertschätzung für Naturfasern als auch eine Hingabe zum langsamen, meditativen Schöpfungsprozess zum Ausdruck brachte.

Das fertige Produkt, gedacht als Ausdruck von Individualität und Geschmack, würde schließlich Jahrzehnte damit verbringen, Staub zu sammeln, bevor es von einer künftigen Generation, die mit seiner ursprünglichen kulturellen Bedeutung weniger vertraut war, als "Vintage"-Artikel wiederentdeckt wurde.

The historian's note

Dieses Bild zeigt einen Makramee-Wandbehang, eine emblematische Form der Faserkunst und Wohnungsdekoration, die in den 1970er Jahren beliebt war. Makramee, die Kunst des Verknotens von Schnur oder Seil in dekorative Muster, erlebte eine bedeutende Wiederbelebung in der Mitte des 20. Jahrhunderts, besonders innerhalb der Gegenkulturbewegung und Back-to-Nature-Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre.

Charakterisiert durch die Verwendung von Naturfasern und oft erdige Farbpaletten waren Makramee-Gegenstände wie Wandbehänge, Pflanzenhänger und Kleidungszubehör zentral für die "Handgemacht"-Ästhetik. Dieses Handwerk spiegelte eine breitere kulturelle Verschiebung hin zu DIY-(Do It Yourself-)Ethik, persönlichem Ausdruck durch Handwerk und einer Ablehnung von Massenprodukten wider.

Die Technik ermöglichte aufwändige, texturierte Designs, was Makramee zu einer zugänglichen doch vielseitigen Kunstform machte, die in den 1970er Jahren ein allgegenwärtiges Element in Innenarchitektur und Volkskunstausstellungen wurde.

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