Zinnenbekrönte Festungsmauer, von einem fahrenden Fahrzeug fotografiert, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Zinnenbekrönte Festungsmauer, von einem fahrenden Fahrzeug fotografiert, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-216253

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On the image

Irgendwo während einer Pauschalreise in den 1960er Jahren beschloss ein Fahrgast, dass das Busfenster ausreichend nah an einem Sucher war, und schoss ein Foto der alten Stadtmauer, die gerade vorbeifuhr. Die Bogenöffnungen oben sind Maschikulis, mittelalterliche Löcher zum Hinabwerfen unerwünschter Dinge auf Personen darunter, doch in diesem Jahrzehnt diente ihre Hauptfunktion darin, etwas Fotogenes für einen Bus voller Touristen mit frischem Kodachrome zu bieten.

Die blassen vertikalen Streifen, die von unten aufwärts verwischen, sind Bäume oder Sträucher am Straßenrand, durch die Fahrzeuggeschwindigkeit und die Gleichgültigkeit des Verschlusses gegenüber ihr in Unschärfe gezogen. Niemand, der die Aufnahme plante, bezog Physik mit ein, nach der Theorie, dass eine Kamera auf etwas Altes und Steinernes gerichtet automatisch etwas Altes und Steinförmiges auf dem Dia produzieren würde.

Was überdauert hat, ist eine Mauer, die tut, was Mauern tun – stoisch und an den Rändern unscharf –, während die moderne Welt an ihr vorbeifuhr mit einer Geschwindigkeit, die ein Diesel-Reisebus für angemessen zum Sightseeing hielt.

The historian's note

Zinnenbekrönte Steinmauern mit Reihen von blinden Bogennischen unter der Brustwehr, wie hier zu sehen, sind typisch für befestigte Städte und Zitadellen im gesamten Mittelmeerraum und Nahen Osten, viele aus mittelalterlicher bis frühneuzeit­licher Zeit, die bis ins zwanzigste Jahrhundert als Touristenattraktionen unterhalten oder restauriert wurden. Die bogenförmigen Aussparungen dienten historisch Verteidigungsfunktionen, darunter Entwässerung, Stützung des Wehrgangs oder Maschikuli zum Abwerfen von Geschossen auf angreifende Gegner darunter.

Bis zu den 1960er Jahren hatte internationaler Busreisetourismus solche Befestigungen zu einem Standardhalt auf europäischen und mediterranen Routen gemacht, wobei Besucher historische Mauern und Tore häufig von fahrenden Fahrzeugen aus fotografierten, anstatt anzuhalten – eine Praxis, die sich in der für Straßenseiten-Reisefotografie aus dieser Epoche charakteristischen Bewegungsunschärfe widerspiegelt.

Ohne lesbare Inschrift, Beschilderung oder unterscheidendes architektonisches Merkmal kann der genaue Standort nicht bestätigt werden, obwohl der Baustil mit befestigten Stadtmauern übereinstimmt, die in historischen mediterranen oder nahöstlichen Städten verbreitet sind.

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