1970er-Jahre Makramee-Tasche, Wohninterieur — Archive & Atlas
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1970er-Jahre Makramee-Tasche, Wohninterieur — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-CAE3BE

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On the image

Jemand verbrachte in den 1970er Jahren erhebliche Zeit damit, Schnur zu einer Tasche zu knüpfen, in der Überzeugung, dass dies sowohl elegant als auch ein Zeichen von Individualität war. Es war eine einfache Wahrheit: Wenn man eine Makramee-Tasche besaß, machte man etwas richtig im Leben.

Die klobige Textur und die Naturfasern waren eine bewusste Ablehnung der Kunststoffmoderne und deuteten auf eine Verbindung zu etwas Authentischerem oder zumindest weniger Massenproduzierten hin. Dieses besondere Exemplar enthält subtile braune Wildlederakzente und suggeriert ein höheres Maß an Engagement als einfaches Jute oder Hanf.

Heute sitzt es, vielleicht auf einem Vintage-Stuhl, als Monument eines flüchtigen Trends, der böhmische Freiheit versprach, aber hauptsächlich Makramee lieferte. Es erfüllte seinen Zweck, indem es genau das war, was es sein sollte, für einen kurzen, glorreichen Zeitraum.

The historian's note

Der abgebildete Gegenstand ist eine Makramee-Handtasche, ein prominentes Modeaccessoire der 1970er Jahre. Makramee, die Kunst des Schnürknotens zu dekorativen Mustern, erlebte in Nordamerika und Europa während dieses Jahrzehnts eine bedeutsame Wiederauferstehung.

Diese Wiederauferstehung war eng mit der Gegenkulturbewegung der Ära verflochten, die Autarkie, handgefertigte Waren und Naturmaterialien gegenüber der Industrieproduktion betonte. Makramee-Objekte wie Pflanzenhänger, Wandkunst und verschiedene Formen von Bekleidung und Accessoires wurden zu Symbolen einer böhmischen Ästhetik.

Die Wahl von dicken, ungefärbten Schnüren und oft Naturmaterialien wie Holzperlen oder Lederakzente, wie hier zu sehen, war charakteristisch. Obwohl einst allgegenwärtig, werden diese Gegenstände heute als definitive Marker des 1970er-Jahre-Designs und der Mode betrachtet.

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