Kalksteinplatte mit Fossilien und geologischem Hammer, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Kalksteinplatte mit Fossilien und geologischem Hammer, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-0B73FD

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On the image

Jemand hatte einen Stein gefunden, der es wert war, innezuhalten, und in den 1950er Jahren bedeutete das: den Geologenhammer hervorholen, ihn zum Größenvergleich hinlegen und den Rest der Sonne überlassen. Die Platte ist übersät mit den geriffelten Umrissen uralter Muscheln, jener Art von Fossillager, das aus einer gewöhnlichen Wanderung einen Nachmittag macht, an dem man mit dem Hammer gegen Stein klopft und so tut, als wüsste man, welche Epoche man vor sich hat.

Der Hammer selbst, mit glattgeschliffenem Holzgriff, gehörte zur Standardausrüstung des Amateur-Steinsammlers jener Zeit, erhältlich in Baumarktkatalogen neben Gartenkellen und ebenso wenig glanzvoll. Wer immer ihn dort liegen ließ, ging davon aus, dass die Fossilien daheim noch erklärt werden müssten – daher das sorgfältige Anlehnen, das sorgfältige Licht, die sorgfältige Andeutung, dass dies Wissenschaft war und nicht bloß ein Stein.

Kein Museumsschild, kein Sammler-Etikett, nichts außer dem Hammer als Beweis dafür, dass ein Mensch beteiligt war. Den Fossilien selbst ist es unterdessen gleichgültig, in welchem Jahrzehnt sie fotografiert wurden.

The historian's note

Das gezeigte Exemplar ist eine Platte aus fossilführendem Kalkstein mit den Abdrücken zahlreicher Brachiopoden oder ähnlicher mariner Wirbelloser, Organismen, deren verkalkte Schalen häufig dichte Fossillager in Sedimentgestein bilden, das sich in flachen urzeitlichen Meeren ablagerte. Solche Vorkommen sind in vielen kalksteinreichen Regionen weit verbreitet und wurden häufig durch Steinbrucharbeiten, Straßeneinschnitte oder natürliche Erosion freigelegt, wodurch sie sowohl professionellen Geologen als auch Amateursammlern zugänglich waren.

Der neben der Platte platzierte Geologenhammer war während des gesamten 20. Jahrhunderts Standardausrüstung für geologische und paläontologische Feldarbeit, verwendet sowohl zum Herauslösen oder Zurechtschneiden von Fundstücken als auch, wie hier, zur Bereitstellung eines vertrauten Gegenstands für den Größenvergleich in der fotografischen Dokumentation. Diese Praxis war bei Feldbegehungen der Jahrhundertmitte, an universitären Geologieprogrammen und in der Amateur-Naturkunde gleichermaßen verbreitet.

Weder Inschrift noch Vermessungsmarke noch Standortangaben begleiten das Exemplar, sodass sich der genaue Fundort allein aus dem Bild nicht ermitteln lässt. Die Fotografie dokumentiert dennoch eine weit verbreitete und historisch bedeutsame Praxis: die Aufzeichnung von Fossilienfunden sowohl im Rahmen wissenschaftlicher Geländearbeit als auch der populären Steinsammelkultur jener Zeit.

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