Wildnis-Lagerlatrine in Waldlichtung, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Wildnis-Lagerlatrine in Waldlichtung, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-769475

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On the image

Jemand entschied, dass ein Ausflug tief in den Wald der 1970er Jahre nicht bedeuten musste, alle Vorstellungen von Privatsphäre aufzugeben. Man errichtete eine funktionale, leuchtend rote Anlage mit mehreren Abteilen, die sicherstellte, dass der Ruf der Natur mit eindeutiger Klarheit beantwortet werden konnte – oder vielleicht auch einzelne Umkleidekabinen für gemeinschaftliches Schwimmen bot.

Ein kleges Holzsteg führt dorthin und deutet auf das Bemühen hin, die Stiefel aus dem Schlamm zu halten – ein zivilisierender Impuls in einer sonst wilden Landschaft. Diese gewissenhafte Planung für grundlegende menschliche Bedürfnisse steht in krassem Gegensatz zu den umliegenden dichten Wäldern, wo jeder Baum sich selbst überlassen bleibt.

Der Bug eines Kanus ruht im Vordergrund und deutet darauf hin, dass beträchtliche Anstrengung erforderlich war, um hierher zu gelangen – wahrscheinlich mit Paddeln und Tragen, um diesen vorübergehenden Außenposten menschlicher Unternehmung zu errichten. Man kann nur annehmen, dass sich die Mühe für das Erfolgserlebnis gelohnt hat – oder vielleicht war der Fischbestand in jenem Jahr besonders ergiebig.

The historian's note

Dieses Bild zeigt eine primitive, vorgefertigte oder modulare Feldlatrine oder Umkleidehütte in einer waldreichen Wildnisumgebung, typisch für abgelegene Frei­zeit- oder Arbeitslager der 1970er Jahre. Solche Bauten wurden häufig eingesetzt, um grundlegende, abgeschlossene Einrichtungen zur Abfallwirtschaft oder zum Schutz der Privatsphäre in Gebieten ohne etablierte Rohrleitungsinfrastruktur zu schaffen.

Ihre Konstruktion spiegelt einen utilitaristischen Umgang mit Wildnis-Annehmlichkeiten wider, der an Boden gewann, als Outdoor-Aktivitäten populärer wurden. Diese Einrichtungen zielten darauf ab, das Verlangen nach öffentlichem Zugang zu natürlichen Gebieten mit der Notwendigkeit von Hygiene und der Minimierung menschlicher Auswirkungen auf empfindliche Ökosysteme in Einklang zu bringen.

Das Vorhandensein eines Kanus und die abgelegene Lage deuten darauf hin, dass diese Struktur einem vorübergehenden Lager für Aktivitäten wie Jagd, Fischerei oder Wildnistourismus diente – üblich während des mittleren bis späten 20. Jahrhunderts.

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