Toskanische Landschaft mit Rinderherden und Hügelstadt, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Toskanische Landschaft mit Rinderherden und Hügelstadt, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1960

AA-2026-3BBE61

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On the image

Rinder grasen auf einer rauen toskanischen Weide, während eine Hügelsiedlung aus der Ferne zusieht – die Art von Szenerie, die die italienische Landwirtschaft jahrzehntelang zu mechanisieren versuchte. Die Tiere bewegen sich mit der sorglosen Sicherheit von Kreaturen, die keine Ahnung hatten, dass ihre Lebensweise bald durch Traktoren und Genossenschaften ersetzt werden würde. Hinter ihnen liegt die Stadt erhöht und organisiert, genau der Ort, an dem die Nachkriegsagrarwirtschaft aktiv zugunsten von etwas Namens Fortschritt abgebaut wurde. Im Vordergrund bevölkern einige weidende Bestien mit der Gleichgültigkeit von Vieh die mittlere Entfernung – Vieh, das gelernt hat, dass Menschen große Pläne machen und Rinder unter allen Umständen Gras fressen.

The historian's note

Die toskanische Landschaft erlebte in den 1950er und frühen 1960er Jahren eine schnelle landwirtschaftliche Umwandlung, als Italiens Nachkriegswirtschaftsboom die Arbeitskräfte von der Subsistenzlandwirtschaft zur Industriearbeit verschob. Die Weidewirtschaft mit Rindern, die das ländliche Landschaftsbild seit Jahrhunderten geprägt hatte, wich der mechanisierten Landwirtschaft und später dem Tourismus und der Weinherstellung als dominanten Landnutzungsformen. Die hier sichtbare Hügelsiedlung ist typisch für die befestigten mittelalterlichen Städte – terrassierte Dörfer, die für Verteidigung und Wasserzugang gebaut wurden – die Verwaltungs- und Sozialzentren ihrer ländlichen Regionen blieben, während die umliegende Landschaft entvölkert wurde. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts waren solche Szenen aus dem arbeitenden Ackerland fast vollständig verschwunden.

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