The Sacred Rock, Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Machu Picchu, Peru

The Sacred Rock, Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-35ED43

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On the image

In den 1960er Jahren hatte sich Machu Picchu in seiner zweiten Karriere als Touristenattraktion etabliert, nachdem es vier Jahrhunderte lang ein vergessenes königliches Refugium und die vorherigen fünfzig Jahre lang eine archäologische Sensation gewesen war. Der gemeißelte Felsen im Vordergrund wurde bewusst rau gelassen, wobei die Inka-Steinmetze entschieden, dass manche Felsen besser aussahen, wenn sie die Bergkulisse dahinter widerspiegelten, als wenn man sie in etwas Brauchbares schnitt – eine Designphilosophie, die moderne Architekten ortsgebunden nennen würden und die Inka-Priester wahrscheinlich naheliegend genannt hätten.

Dahinter zeigt die Mauer die zwei Arten von Mauerwerk, die das Reich hervorbrachte: die engen verzahnten Blöcke, die keinen Mörtel brauchten und die Spanier überdauerten, und die lockerer gestapelten Steine, die jemand irgendwann als ausreichend gut befand. Die trapezförmige Tür überdauerte die Wiederentdeckung von 1911, die folgenden Jahrzehnte der Rankenbeseitigung und jeden Besucher, der seit damals für eine Fotografie darin gestanden hat – auf der Grundlage der Theorie, dass eine Tür zu nichts immer noch einen Durchgang wert ist.

Die Gipfel im Dunst sind dieselben, die die Erbauer in Stein still nachahmten – ein wenig visuelle Schmeichelei, die an Berge gerichtet war, die das Kompliment nie erwiderten.

The historian's note

Machu Picchu, die Inka-Stätte aus dem fünfzehnten Jahrhundert in Cusco-Region Perus, wurde unter dem Kaiser Pachacuti erbaut und während der spanischen Eroberung des sechzehnten Jahrhunderts aufgegeben. Sie blieb der Außenwelt weitgehend unbekannt, bis Hiram Bingham's Expedition von 1911 sie internationale Aufmerksamkeit brachte. Die gezeigte Struktur und der gemeißelte Felsen sind Teil des zeremonialen Vorbezirks der Stätte, wo Inka-Erbauer häufig natürliche Felsenaufschlüsse formten, um die umgebenden Bergprofile zu spiegeln – eine Praxis, die an andine Glaubensvorstellungen über die heilige Landschaft gebunden ist.

In den 1960er Jahren war die Stätte zu einem festen Punkt im südamerikanischen Tourismuskreislauf geworden, von Cusco aus mit der Eisenbahn erreichbar und zunehmend in der Reisefotografie der Zeit dokumentiert. Die sichtbare Trockensteinbautechnik in der Mauer – das Verpassen unregelmäßiger Blöcke ohne Mörtel – bleibt einer der Markenzeichen der Inka-Ingenieurskunst und ein Hauptgrund dafür, dass die Stätte Jahrhunderte seismischer Aktivität in der Region überstanden hat.

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