Inka-Steinmetzarbeit und behauener Felsvorsprung, Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Inka-Steinmetzarbeit und behauener Felsvorsprung, Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-5E8C12

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On the image

Jemand richtete in den 1960er Jahren eine Kamera auf eine Mauer und erhielt stattdessen eine Lektion in Demut. Die Inka-Steinmetze, die diesen Winkel von Machu Picchu erbauten, hielten nichts von Mörtel – nach der Theorie, dass ein präzise genug behauener Stein keinen Kleber braucht –, und fünf Jahrhunderte Erdbeben haben ihnen im Wesentlichen recht gegeben. Der blasse Granitvorsprung, der sich in die Mauer schiebt, wurde nicht beseitigt oder eingeebnet, denn die Erbauer zogen es vor, um den Berg herumzuarbeiten, statt so zu tun, als sei er nicht da.

Bis in die 1960er Jahre war die Stätte zu einem festen Bestandteil des neuen Reisezirkus im Düsenzeitalter geworden – ein Ort, zu dem ehrgeizige Touristen nach Cuzco flogen und mit dem Bus hinauffuhren, die Kameras mit Diafilm geladen und die Erwartungen von National-Geographic-Reportagen geprägt. Besucher posierten vor Mauern wie dieser, in der Annahme, die Ruinen hätten schon immer so ausgesehen, verwittert, moosbewachsen und pittoresk, während in Wirklichkeit jeder flechtenübersäte Block von Hand gebrochen, geschleppt und eingepasst worden war, ohne eiserne Werkzeuge oder das Rad.

Die leeren Türöffnungen und Fensteröffnungen hinter dem Felsvorsprung umrahmten einst Räume mit Dächern, Böden und vermutlich Meinungen über die Nachbarn – all diese häuslichen Details sind nun zur Silhouette geschrumpft vor einem Himmel, der jeden menschlichen Streit überdauert hat, der jemals unter ihm stattfand.

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