Terrassen und Steinmauern von Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Machu Picchu, Peru

Terrassen und Steinmauern von Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-636A8C

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On the image

In den 1960er Jahren war Machu Picchu längst von einer archäologischen Kuriosität zu einem festen Bestandteil des Reiseplans ernsthafter Reisender aufgestiegen, jener Art von Ort, den man ein Leben lang bei Abendgesellschaften erwähnt. Die den Berghang hinaufsteigenden Terrassen wurden von den Inka für den Anbau von Kartoffeln und Mais auf einem Hang errichtet, auf dem eigentlich nichts hätte wachsen dürfen – eine Ingenieurleistung von solcher Wirksamkeit, dass sie fünf Jahrhunderte nach dem Untergang des Reiches, das sie erbaut hatte, noch immer ihre Form bewahrte.

Der Steinkorridor im Vordergrund, trocken gefügt ohne Mörtel nach jener Inka-Bauweise, die moderne Steinmetze bis heute nicht vollständig nachvollziehen können, erfüllte genau die Aufgabe, für die er gebaut worden war: Menschen entlang einer festgelegten Route zwischen Bauwerken zu lenken, über deren ursprünglichen Zweck man sich weder im Peru der 1960er Jahre noch seither vollständig einig geworden ist. Die Touristen jener Zeit kamen mit der Bahn und mit Mut an, denn die Stätte war erst kurz zuvor mit Wegen ausgestattet worden, die es erlaubten, das Sonnentor in Straßenschuhen zu erreichen, ohne dabei ums Leben zu kommen.

Die ganze Szene liegt in jenem eigentümlichen Dunst eines Bergmorgens, der jede Ruine so aussehen lässt, als posiere sie bereits für die Postkarte, die sie bald werden würde. Niemand, der damals fotografierte, ahnte, wie viele Millionen weitere Fotografien derselben Ansicht noch folgen würden.

The historian's note

Machu Picchu ist eine Inka-Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert in der Region Cusco, Peru, errichtet während der Herrschaft des Inka-Herrschers Pachacuti und um die Zeit der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert aufgegeben. Der Außenwelt blieb sie weitgehend unbekannt, bis der Yale-Dozent Hiram Bingham die Stätte 1911 bekannt machte; in der Folge wurde sie bis Mitte des 20. Jahrhunderts als archäologische und touristische Sehenswürdigkeit erschlossen.

Die am Berghang sichtbaren landwirtschaftlichen Terrassen wurden für den Anbau und zur Hangstabilisierung konstruiert, mit Drainageschichten aus Stein, Kies und Erde, die Erosion auf dem steilen Andengelände verhinderten. Die Trockenmauern aus Stein, ohne Mörtel gefügt, sind charakteristisch für die Bautechniken der Inka und werden wegen ihrer Präzision und erdbebensicheren Bauweise nach wie vor erforscht.

In den 1960er Jahren war Machu Picchu bereits eine feste Station auf internationalen Reiserouten nach Peru, erreichbar per Bahn von Cusco, und galt zunehmend als eines der bedeutendsten erhaltenen Beispiele inkaischer Stadt- und Landwirtschaftsplanung. 1983 wurde die Stätte schließlich zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

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