Steinerner Torbogen zu einer Kolonialstraße, Cusco, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Cusco, Peru

Steinerner Torbogen zu einer Kolonialstraße, Cusco, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-6C1D93

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On the image

Jemand hat diesen Tunnel so massiv gebaut, dass er Erdbeben, Invasionen und mindestens ein Imperium überstanden hat, und in den 1960er Jahren verrichtete er immer noch die eine Aufgabe, für die Steinbögen taugen: gewöhnliche Menschen durch ein dunkles Loch zu einer gewöhnlichen Straße führen. Die Inkas und ihre spanischen Nachfolger liebten beide Mauerwerk, das ihre Politik überdauerte, und das Ergebnis hier ist ein Durchgang so stabil, dass ein Spaziergang zum Mittagessen wie ein Übergangsritual aussieht.

Am fernen Ende, wo das Licht endlich siegt, bewegen sich ein paar Fußgänger an einem Restaurantschild vorbei, das criollo-Gerichte bewirbt, gekleidet in die Sportmäntel und knielangen Röcke, die als alltägliche Kleidung galten, bevor es irgendwo Casual Fridays gab. Niemand im Bild scheint zu bemerken, dass er sich in einem Stück kolonialen Ingenieurwesens befindet; alle versuchen nur, den Platz zu erreichen, bevor das Essen kalt wird.

Der Fotograf, im Schatten positioniert mit der Geduld von jemandem, der Belichtungsmesser verstand, wartete auf Figuren, klein genug, um die Spannweite des Bogens zu beweisen, ohne mit ihm zu konkurrieren. Der Bogen gewinnt. Er gewinnt immer.

The historian's note

Das Bild zeigt einen massiven Steinbogen, charakteristisch für die koloniale Bauweise in Cusco, Peru, der eine enge Straße mit balkonierten Häusern rahmt, typisch für das historische Zentrum der Stadt. Die Altstadt von Cusco bewahrt umfangreiches Inka-Fundamentwerk, überlagert mit spanischer Kolonialarchitektur aus dem 16. und 17. Jahrhundert, und Durchgänge dieser Art, ob ursprüngliche Inka-Portale oder spätere koloniale Hinzufügungen, waren in die Stadtbefestigungen und Gebäudewände eingebaut, um den Fußgängerverkehr durch dichte Straßenblöcke zu kontrollieren und zu lenken.

Bis zu den 1960er Jahren war Cusco ein zunehmend besuchtes Reiseziel geworden, angetrieben durch erneuerte internationale Interesse an Machu Picchu und andiner Archäologie, und seine Kolonialstraßen, in ihrer Anlage seit der spanischen Zeit weitgehend unverändert, begannen, neben ihrer fortgesetzten Nutzung durch Anwohner für täglichen Handel Tourismus zu erleben.

Die sichtbare Beschilderung eines Restaurants, das ‚comidas y platos criollos' serviert, situiert die Szene fest in einem funktionierenden Wohn- und Geschäftsviertel und nicht in einem rein monumentalen oder zeremoniellem Ort, was das alltägliche Leben widerspiegelt, das während dieser Zeit im historischen Gefüge von Cusco fortbestand.

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