Stelzenhaussiedlung im Amazonas-Überschwemmungsgebiet, Peru — Archive & Atlas
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Belén, Iquitos, Peru

Stelzenhaussiedlung im Amazonas-Überschwemmungsgebiet, Peru — Archive & Atlas

Unattributed 1965–1985

AA-2026-4C4B3F

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On the image

Jemand baute diese Siedlung in der Annahme, dass der Fluss sich nach einem vorhersehbaren Plan ungebührlich verhalten würde – das ist die einzige Art von Glauben, die ein Überschwemmungsgebiet belohnt. Die Häuser stehen auf Stelzen in ordentlichen Reihen entlang des Mäanders, hoch genug, um die jährliche Flut unter sich hindurchzulassen wie einen erwarteten Gast anstatt wie eine Katastrophe.

Im Vordergrund ist ein Strohdach mit einem Fetzen verrosteten Blechs geflickt worden – eine Art Reparatur, die sagt, dass Instandhaltung hier nicht ein Ereignis, sondern ein Dauerzustand ist. Niemand erwartet, dass ein Dach, eine Uferböschung oder ein Flusslauf lange seine Form behalten, also wird nichts so gebaut, als würde es das.

Zwischen den beiden Häuserreihen ist der Boden auf roten Rohton abgeschabt, die eigene Signatur des Flusses auf Land, das er gerade zurückerobert hat und wieder zurückerobern wird. Die Menschen, die hier leben, kämpfen nicht so sehr gegen das Wasser an, sondern verhandeln einen langfristigen Pachtvertrag mit ihm.

The historian's note

Dies ist der Belén-Distrikt von Iquitos, Peru, eine Siedlung entlang des Itaya River im peruanischen Amazonas-Gebiet. Belén ist bekannt für seine auf hölzernen Stelzen erhobenen Häuser, eine volkstümliche Anpassung an den saisonalen Anstieg und Fall von Amazonas-Nebenflüssen, die die Unterstadt mehrere Monate im Jahr überschwemmen können.

Das hier gezeigte Muster – Häuser entlang eines gewundenen Wasserlaufs mit offenem Überschwemmungsgebiet dazwischen – spiegelt eine Jahrhunderte alte flussgebundene Siedlungsstrategie im Amazonasbecken wider, die später zur Marktstadt formalisiert wurde, für die Belén ab Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt wurde. Die rötlich gefärbte bloßliegende Erde kennzeichnet Land, das kürzlich überschwemmt war und dann von abnehmenden Hochwassern verlassen wurde.

Solche Stelzengemeinden fungierten sowohl als Wohn- als auch als Handelszentren, wobei der Bootsverkehr auf dem Fluss bei Hochwasser den Straßen Ersatz bot. Die Szene dokumentiert einen gewöhnlichen Arbeitstag in einer Siedlung, deren Architektur vollständig vom Kalender des Flusses diktiert wurde.

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